Kiefersfelden – Nun hat der bekannte Theater- und Filmschauspieler Adolf „Adi“ Laimböck die Bühne dieser Welt verlassen. Seine letzte Ruhe fand er im Bergfriedhof hoch über Kiefersfelden.
Laimböck wurde am 4. Dezember 1933 in Schwaz (Österreich) geboren. Mit drei Jahren kam er nach Linz und überlebte dort die schweren Bombardierungen im Zweiten Weltkrieg. Er wuchs, entsprechend dieser Zeit, in großer materieller Armut auf und musste schon in jungen Jahren Mitverantwortung für die jüngeren Geschwister übernehmen.
Im Jahre 1949 begann er eine erfolgreiche Ausbildung zum Buchdrucker und er war dann zehn Jahre in diesem Beruf tätig. Neben seiner Arbeit besuchte Laimböck die Schauspielschule am Bruckner-Konservatorium in Linz und von 1963 bis 1965 arbeitete er als Schauspieler am Landestheater in Innsbruck. Im gleichen Jahr bekam er ein Engagement am Stadttheater St. Gallen (Schweiz), wo er auch seine spätere Ehefrau Monika Geibel kennen und lieben lernte. Sie wurde seine Schicksalsgefährtin und „Managerin“ auf Lebenszeit. Der zwischenzeitlich schon international bekannte Schauspieler hatte von 1968 bis 1987 verschiedene Anstellungen an den Städtischen Bühnen Freiburg, dem Nationaltheater Mannheim und an den Bühnen der Stadt Köln. Im Jahre 1975 wurde er deutscher Staatsbürger und 1988 nahm er seine freischaffende Tätigkeit an den Bühnen der Städte Köln, Zürich, Bern, Bonn, Frankfurt, Mannheim, am Burgtheater Wien, beim Ernst-Deutsch-Theater Hamburg und beim Gärtnerplatztheater in München auf. Weiter gab er erfolgreiche Gastspiele in Peking und Schanghai und nahm auch an den Luisenburg-Festspielen Wunsiedel sowie am Kunstfest in Weimar teil. Im Jahr 1993 begann er eine Tournee im deutschsprachigen Raum, dieser folgte dann eine reine Deutschlandtournee mit den Stücken „Der Strom“ und im Jahre 1997 mit „Der Postmeister“. Seine letzte Gastspielreise hatte er im Jahre 2001 mit der Oper „Die lustigen Weiber von Windsor“.
Dem Fernsehpublikum wurde er durch Hauptrollen in den Fernsehfilmen „Zweikampf“, „Das Tier“ und durch den Sechsteiler „Atlantis darf nicht untergehen“ bekannt, sowie durch zahlreiche Auftritte in Serien wie „Der Bergdoktor“, „Tatort“ und „Parkhotel Stern“.
Adolf Laimböck hinterlässt seine Frau Monika, seine Kinder Alfred, Wilma, Alexander, Oliver und Viktoria und seinen Enkel Leo. Der Schauspieler war ein tief religiöser Mann, der nicht nur in seine Rollen als Schauspieler, sondern auch in religiöse Themen tief eintauchte und sie Teil seiner Entwicklung werden ließ. Das Gebet und die Ehrfurcht vor Gott und den Menschen waren das Fundament seines Lebens und seines künstlerischen Schaffens. Adolf Laimböck starb am 17. Dezember in Rosenheim.