Traditionsverein bangt um Bestehen

von Redaktion

Katholischer Arbeiter- und Krankenunterstützungsverein in Eggstätt mit Neuwahl

Eggstätt – Als katholischer Arbeiter- und Krankenunterstützungsverein wurde dieser Eggstätter Verein am 16. Juni 1903 gegründet. Ehrenwertes Ziel war es damals, kranke oder verunglückte Mitglieder finanziell in ihrer Notlage zu unterstützen.

Vielen Menschen konnte so in jenen sozial unsicheren Zeiten geholfen werden. In den folgenden Jahrzehnten beschränkte sich der Katholische Arbeiterverein Eggstätt aber nicht nur auf die Krankenunterstützung, sondern belebte mit Ausflügen das allgemeine Vereinsleben des Dorfes als Ausdruck der Zusammengehörigkeit.

1953 wurden dann die staatlichen Krankenkassen in Deutschland eingeführt und so benannte sich der Verein in „katholischer Arbeiterverein Eggstätt“ um. Die Tradition im Vereinsleben wurde aber kontinuierlich beibehalten und 1990 konnten 180 Mitglieder verzeichnet werden.

Leider könnte bald damit aber Schluss sein, denn es findet sich niemand, der Vorsitzender machen möchte. Der bisherige Erste Vorsitzende Kajetan Huber, der aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr weiter machen kann, sieht das mit großem Bedauern. Ein Jahr übt er das Amt bereits kommissarisch aus, weil sich niemand fand, der das Amt übernehmen mochte. „Dabei“, so Huber, „könnte sich ein neuer Vorstand gewiss sein, den ganzen Rückhalt und der Unterstützung durch die Mitglieder sowie den Altvorständen zu erhalten“. Und so richtet er seine ganze Hoffnung auf die nächste Jahreshauptversammlung am Sonntag, 20. Januar, um 11 Uhr im Gasthof Unterwirt. „Es wäre doch schade, wenn sich niemand bereit findet, diese lange Tradition weiter zu führen“, so Huber. Ob der Appell auf fruchtbaren Boden fallen wird, bleibt aber abzuwarten. re

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