Riedering – Ein maßstabgetreues Modell des überplanten Gebiets im Riederinger Ortsteil Moosen präsentierte Architekt Rudi Walter vom Rosenheimer Planungsbüro Walter und Baltheiser. Schon mehrfach war über dieses Projekt im Gemeinderat diskutiert worden.
Anhand des ursprünglichen Bebauungs- und Flächennutzungsplans sowie mittels Gebäudeansichten und des Bauherrenmodells verdeutlichte Walter, dass das Bauvorhaben im Vergleich zur Nachbarbebauung „nicht sehr dominant“ sei, sondern einen „logischen Ortsrandabschluss“ bilde. Trotz der Hangneigung des Geländes werde die Wandhöhe von sechs Metern eingehalten, dafür sei die Rückseite der Gebäude schon teilweise bis zu zwei Meter im Hang, erklärte der Architekt. Dem zu erwartenden Einwand des Wasserwirtschaftsamtes nach „25 Zentimeter über Geländeoberkante“ bezüglich wild abfließendem Oberflächenwasser komme die Planung auch entgegen.
Was die Verkehrsanbindung angeht, so waren hier ausschlaggebende Kriterien der Radweg und die Sichtdreiecke für die Zufahrt, so Walter weiter. Um diese einzuhalten, soll es eine Zufahrt für die beiden geplanten Gebäude geben. Dafür werde die Natursteinmauer zurück- und eine Hanggarage eingebaut.
„Bitte keinen Toskana-Stil“
Auf Nachfragen Dr. Georg Kasbergers (CSU) erklärte der Architekt, dass für das Vorhaben kein neuer Flächennutzungsplan notwendig sei. Mittels des „beschleunigten Verfahrens“ nach Paragraf 13b des Baugesetzbuches sei ein neuer Bebauungsplan ausreichend. Von daher rühre auch der Name Moosen III.
Dominik Summerer (CSU) hakte bei den geplanten Gebäuden nach, man solle da auf die umgebende Bebauung achten: „Bitte keinen Toskana-Stil!“ Walter verwies auf das Baufenster. Die Grundproportionen seien eingehalten, ein Satteldach sei geplant, also „nichts Fremdartiges.“
Bürgermeister Josef Häusler stellte den Beschlussvorschlag für einen Aufstellungsbeschluss für das Baugebiet vor, der einstimmig angenommen wurde. Auch dem Vorschlag eines Billigungsbeschlusses zur frühzeitigen Beteiligung der Bürger und Träger öffentlicher Belange folgte das Gremium ohne Gegenstimme. elk