Samerberg – Franz Daxlberger ist neuer Bezirksalmbauer für den Almbezirk Samerberg-Nußdorf, zu seinem Stellvertreter wurde Hans Auer junior bei der Jahresversammlung im Berggasthof Duftbräu gewählt. Daxlberger, nach dem überraschenden Tod seines Vorgängers Bartholomäus Mayer schon kommissarischer Vorsitzender, hatte den Vorsitzenden des Almwirtschaftlichen Vereins Oberbayern (AVO), Georg Mair eingeladen. Dieser erinnerte in seinem Grußwort daran, dass der AVO im zurückliegenden Jahr gleich fünf wertvolle Mitstreiter verloren hat. Zudem habe man mit Michaela Kaniber eine neue Landwirtschaftsministerin.
Hans Stöckl, Geschäftsführer des AVO, berichtete ausführlich zum Almjahr 2018, das insgesamt gut war. „Nach viel Schnee gab es im April viel Sonnenschein mit weit überdurchschnittlichen Temperaturen, der Sommer war ungewöhnlich trocken, es gab eine lange Weidezeit“, so Hans Stöckl.
Zum Dauer- und Sorgen-Thema „Wolf“ sagte Stöckl: „Es ist weiterhin keine befriedigende Lösung in Sicht trotz Beratungen zu einem Aktionsplan. Es ist weder die Entnahme von Wölfen noch der Schutz der Weidetiere praktikabel gelöst. Beispiele aus Nachbarländern zeigen, dass dringend und rechtzeitig gehandelt werden muss“. Bürgermeister Georg Huber vom Samerberg, der zusammen mit seinem Amtskollegen Sepp Oberauer aus Nußdorf die Neuwahlen für die nächsten fünf Jahre leitete, würdigte in seinem Grußwort die gute Zusammenarbeit mit den Almbauern und ergänzte dies mit dem Hinweis, dass auf dem Samerberg ein geplanter Almthemenweg die Touristen noch besser über die Landwirtschaft und deren Anliegen aufklären soll.
Ehe sich in der Aussprache – unter anderem zur Ausbringung der Gülle mit Schleppschlauchtechnik in Berggebieten – die Almbauern untereinander austauschen konnten, erinnerte der vormalige AVO-Geschäftsführer Michael Hinterstoißer mit Lichtbildern an die Internationale Almwirtschaftstagung sowie an die Hauptalmbegehungen 2003 und 2017 auf dem Samerberg.hö