Kiefersfelden – „Die Einwohnerzahl in Kiefersfelden entwickelte sich sehr moderat von 6883 auf 6902“, berichtet Bürgermeister Hajo Gruber beim Blick auf die Jahresstatistik 2018 und freut sich über diese stabile Entwicklung. Älteste Mitbürgerin des Ortes bleibt weiterhin Cäcilie Schlebeck mit nunmehr 105 Jahren.
Der Anteil an Mitbürgern ohne deutschen Pass liegt erstmals bei über 1000 Personen, was vorrangig der Grenzsituation zu Tirol zuzurechnen ist. Gruber: „Die österreichischen Staatsangehörigen stellen mit 334 Mitbürgern die stärkste Gruppe.“ Kiefersfelden bleibt für die Tiroler attraktiv, da die Immobilienpreise in Kiefersfelden deutlich günstiger als im Nachbarland sind. Weiter stabil liegt die Anzahl der Mitbürger mit rumänischem Pass (97). „Dies dürfte mit dem großen Bedarf an Personal für unsere Pflege- und Senioreneinrichtungen zusammenhängen“, vermutet Gruber. An dritter Stelle liegen die italienischen Staatsangehörigen (82). Insgesamt beheimatet der Ort Bürgerinnen und Bürger mit 60 verschiedenen Nationalitäten, was ebenfalls einen Spitzenwert darstellt.
Erfreulich bleibt weiterhin die Entwicklung bei den Neugeborenen. Im abgelaufenen Jahr wurden 48 Geburten gezählt. „Dies ist zwar weniger als im Vorjahr, als wir uns über 56 Geburten freuen konnten, aber weit mehr als im Jahr 2009, als mit 32 Babys der absolute Tiefpunkt in Kiefersfelden durchschritten wurde“, freut sich Roland Schmidt, Sprecher des Kieferer Bündnis für Familie. Gleichwohl sieht er sich bestätigt, dass die Bemühung um junge Familien eine große Aufgabe bleibt. Schmidt: „Um unsere Bevölkerungsstruktur zu erhalten, wären rund 50 Geburten im Jahr nötig. Es ist daher wichtig, unsere Jugend am Ort zu halten und den Zuzug junger Familien zu fördern.“
Dass der gesamten Gemeinde damit ernst ist, zeigt sich am Willkommensgeschenk, das jedes Neugeborene seit 2011 überreicht bekommt.
Das Bündnis für Familie stellt die Pakete zusammen, Bürgermeister Hajo Gruber legt eine Glückwunschkarte bei.roc/re