Kiefersfelden – Rosenheimer Bundespolizisten haben bei Grenzkontrollen auf der A93 in Kiefersfelden am gestrigen Donnerstag einen ungarischen Schleuser und einen Urkundenfälscher aus Somalia hinter „Schloss und Riegel“ gebracht. Auch den somalischen Staatsangehörigen hat die Bundespolizei ins Gefängnis eingeliefert. Den Ermittlungen zufolge wollte er sich mit einem falschen Pass seinen Aufenthalt in Deutschland erschwindeln.
Bei Grenzkontrollen auf der A93 wurde ein in der Slowakei zugelassener Kleintransporter gestoppt. Am Steuer des Wagens saß ein 25-jähriger Ungar. Die Überprüfung seiner Personalien ergab, dass er seit Mitte 2016 von der Staatsanwaltschaft Passau gesucht wurde. Laut Haftbefehl war der Mann vom Passauer Amtsgericht wegen Einschleusens von Ausländern zunächst zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Da der Verurteilte auch nach der Festnahme auf der Inntalautobahn seine Justizschulden in Höhe von rund 1000 Euro nicht begleichen konnte, blieb ihm keine andere Alternative, als die Ersatzfreiheitsstrafe anzutreten. Er wurde für 91 Tage in die Bernauer Haftanstalt eingeliefert. In einem Fernreisebus aus Italien kontrollierten die Bundespolizisten einen Fahrgast, der sich mit einem dänischen Reisepass ausweisen wollte. Wie sich herausstellte, war das vorgezeigte Dokument nicht echt. Eigenen Angaben zufolge stammt der Mann ursprünglich aus Somalia. Der 19-Jährige erklärte, dass er für seine Schleusung einschließlich der falschen Papiere 7000 Euro an eine nicht näher bestimmbare Organisation zahlen musste.
Noch am Tag seiner Festnahme wurde der Somalier vom Rosenheimer Amtsgericht aufgrund der klaren Sachlage in einem beschleunigten Verfahren zu einer Geldstrafe in Höhe von insgesamt 400 Euro verurteilt.
Da er nicht über die entsprechenden Geldmittel verfügte, musste er in der Justizvollzugsanstalt Gablingen ersatzweise eine 80-tägige Freiheitsstrafe antreten. Die Ausländerbehörde wird voraussichtlich schon bald über seinen weiteren Verbleib im Land entscheiden.