Pfarrzentrum der Treffpunkt für Christen

von Redaktion

Das neue Pfarrzentrum St. Georg wurde am gestrigen Sonntagvormittag am Schloßberg eingeweiht. Vieles glänzte golden – als Zeichen der Wertschätzung den Menschen gegenüber, die diesen Bau Wirklichkeit werden ließen.

Stephanskirchen/Schloßberg – Die Freude über das neue Pfarrzentrum drückte sich schon durch die große Zahl der Besucher beim Festgottesdienst in der Kirche aus. Die Sitzplätze reichten bei Weitem nicht für alle aus.

Weihbischof Wolfgang Bischof stellte in seiner Predigt fest, dass es für die Kirche heutzutage immer schwerer wird, mit Menschen ins Gespräch zu kommen. „Viele setzen auf die traditionelle Form in der Kirche, andere wagen sich hinaus, nutzen beispielsweise das World Wide Web für die Verkündigung des Wort Gottes“, sagte er.

Das neue Pfarrzentrum sei eine weitere Möglichkeit, Menschen niederschwellig mit Glauben, Evangelium und dem Leben der Christen in Berührung zu bringen.

Der evangelische Pfarrer Reinhold Seibel brachte seinem katholischen Kollegen Pfarrer Fabian Orsetti zur Einweihung einen „goldenen“ Handbesen mit. „Damit das Pfarrheim immer gut in Schuss bleibt“, meinte er schmunzelnd. Ein Besen hat für Seibel aber auch Symbolkraft: „Mit ihm soll nichts unter den Teppich gekehrt werden. Vielmehr soll er dazu dienen, erst einmal vor der eigenen Tür zu kehren.“

Auch Pfarrer Fabian Orsetti hatte Geschenke mit dabei: Der für den Bau zuständige Architekt Florian Schindler bekam von ihm eine „goldene“ Schraube überreicht.

Für die Diözese, die 97 Prozent der insgesamt 5,3 Millionen Euro trägt, gab es einen „goldenen“ Geldschein und das Engagement der vielen ehrenamtlichen Helfer würdigte der Stephanskirchener Pfarrer mit einem „goldenen“ Herz.

Er wollte mit der Farbe Gold zeigen, wie wertvoll das neue Pfarrzentrum für die Gemeinde ist. Nicht goldfarben war die Schneeschaufel, die Bürgermeister Rainer Auer als Geschenk mitbrachte. „Kirche und Rathaus sind, räumlich gesehen, nicht weit entfernt, trotzdem ist es gut, wenn der Weg dazwischen immer gut geräumt ist“, meinte er humorvoll. Nach der Segnung des neuen Gebäudes und des neuen Kreuzes stand ein gemeinsames Mittagessen auf dem Programm. Danach hatten die Besucher die Möglichkeit, die neuen Räumlichkeiten zu besichtigen. Genutzt werden diese zukünftig von den Ministranten für die Gruppenstunden, den Senioren für ihre regelmäßigen Treffen und dem Kirchenchor für die wöchentliche Probe. Die Jugend, die bisher im Keller untergebracht war, kann sich nun auf wesentlich mehr Licht in ebenerdigen Gruppenräumen freuen. Neu ist der Andachtsraum, der beispielsweise für das Morgengebet genutzt werden kann. „Ich bewundere den Mut meiner Vorgänger, die dieses Gebäude auf den Weg gebracht haben“, meinte Kirchenpfleger Willi Hermann. Er ist von den Räumlichkeiten begeistert: „Das ist richtig schön geworden“.

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