Stephanskirchen – Welche Straße ist in besonders bedauernswertem Zustand und muss zuerst saniert werden? Mit dieser Frage setzte sich der Bauausschuss in seiner jüngsten Sitzung auseinander. Die Hofmühlstraße machte das Rennen.
Das Ingenieurbüro Behringer hatte sechs Gemeindeverbindungsstraßen und deren Untergrund untersucht und war zu dem Ergebnis gekommen, dass die Hofmühlstraße als Erste angepackt werden muss. Es bestehe eine „gewisse Verkehrsgefährdung“, so Diplomingenieur Alexander Reindl vom Büro Behringer, da die Schäden durch Setzungen und stark geneigte Flanken erheblich seien. Auch die Unterhaltskosten für Bankettreparaturen sind laut Bauamt der Gemeinde überdurchschnittlich.
Heuer planen und
ab 2020 sanieren
Auf dieser Grundlage erschien es der Verwaltung sinnvoll, die Sanierung der Hofmühlstraße heuer zu planen und 2020 umzusetzen. Betroffen ist der Abschnitt von der Staatsstraße bis zur Bahnunterführung Landlmühle – ausgenommen des bereits erneuerten Bereichs bei der Bahnbrücke Sims. Wenn der Ausbau förderfähig sein soll, muss die Straße eine Mindestbreite von 4,5 Metern haben. Dafür muss laut Verwaltung an einigen Stellen Grund gekauft werden.
Der ist in der Kostenschätzung nicht enthalten. Ansonsten rechnet das Bauamt mit etwa 505000 Euro Baukosten und rund 105000 Euro für Bodenuntersuchungen und Ingenieurhonorar. Macht 610000 Euro. Die Bauverwaltung rechnet mit 20 Prozent Zuschuss für die Sanierung. Im Haushaltsplan 2019 sollten 110000 Euro für Planung und eventuelle Grundstückskäufe angesetzt werden, so die Verwaltung. Die Baukosten der Hofmühlstraße sowie der anderen fünf Gemeindeverbindungsstraßen müssten in der Finanzplanung bis 2022 berücksichtigt werden. Die Sanierung aller sechs Straßen sollte, so die Beschlussvorlage des Bauamtes, 2026 abgeschlossen sein.
Die fünf weiteren sanierungsbedürftigen Straßen sind – in absteigender Reihenfolge – Bahn- und Beerenweg, Krottenmühlstraße, Reikeringer Straße (Süd), Simsseestraße und Reikeringer Straße (Nord).
Der Bauausschuss stimmte der Prioritätenliste und dem Vorgehen bei der Straßensanierung einmütig zu und empfahl dem Gemeinderat, dies auch zu tun.