Digitale Einsatzdokumentation erleichtert Arbeit der Ersthelfer

von Redaktion

Jahresversammlung der First-Responder-Truppe – Einsatzgruppe jetzt mit 48 Helfern besetzt

Breitbrunn/Gstadt/Eggstätt – Im gut gefüllten Chiemseewirt in Gollenshausen konnte First-Responder-Vorstand Christian Glas unter anderem Kreisbrandinspektor Franz Hochhäuser in Vertretung von Kreisbrandrat Richard Schrank und den Arzt Dr. Michael Städtler als neuen Ärztlichen Leiter im Rettungsdienst Rosenheim begrüßen.

Nach dem Bericht einer gut geführten Kasse von Schatzmeisterin Petra Güra ließen Schriftführerin Evi Landinger und Vorstand Glas das letzte Jahr Revue passieren. Die Zahl der aktiven Mitglieder sei in 2018 um sieben Firsties auf 48 Ersthelfer gesunken, so das erste Fazit des Vorstandberichts. Hier wolle man wieder aktiv akquirieren. Die gute finanzielle Situation erlaube es der Truppe, die laufenden Kosten wie Sprit und Versicherung aktuell selbst zu tragen. Der Kauf eines geplanten zweiten Einsatzwagens stünde momentan nicht zur Disposition, da die beiden Breitbrunner Hausärzte Rainer Pusch und Sebastian Zipplies ihren angebotenen Dienst als „Erweiterte Ersthelfer“ in der aktuellen Ausprägung nicht mehr weiterführen können. Wie damals berichtet, wurden die praktizierenden Mediziner seit 2017 von der Integrierten Leitstelle (ILS) Rosenheim zum Einsatzort gerufen, wenn zum Beispiel eine bewusstlose Person, Atem- und Kreislaufstillstand oder Polytrauma gemeldet wurde. Dazu mussten sie oft ihre Sprechstunden spontan verlassen und auf die Nachsicht der Patienten im Wartezimmer hoffen. In ihrer Begründung führten sie an, „dass die Häufigkeit der Einsätze den Patienten gegenüber nicht mehr zu vertreten waren und sie zu diesem Schritt bewog“, so Rainer Pusch.

Der Bericht des Taktischen Leiters Max Stadler zeigte einen leichten Rückgang um 13 Einsätze in der Statistik zu 2017, die einsatzstärksten Monate meist im Sommer und Herbst seien, zwischen 6 und 18 Uhr am häufigsten alarmiert würde und Eggstätt mit 119 vor Gstadt/Gollenshausen (66) und Breitbrunn mit 39 Einsätzen das Feld anführen. Eine Erleichterung nannte Stadler das „diEDok“, die Digitale Einsatzdokumentation für den Ersthelfer. Auch werde ein sogenannter „Co2-Warner“ – ein Kohlenmonoxid-Melder – getestet. Der ärztliche Leiter, Dr. Markus Landinger, gliedere die Einsatzarten in Notfalleinsätze (130), gefolgt von Notarzteinsätzen (44) und letztlich 28 Notarzt-Nachforderungen. Bei den häufigst betroffenen Personengruppen in den Siebzigern (41), den über Achtzigjährigen (34) bis hin zu den 60- bis 70-Jährigen (27) werden die Krankheitsbilder Traumatas (74) vor Herz-/ Kreislauf (54) und Neurologischen Erkrankungen (15) genannt. Stolz war Landinger auf das Verhältnis von Einsätzen zu Meldebildern, das einem Wert von nahezu 75 Prozent entsprach.

70000 Einsätze

verzeichnet

Der neue Leiter der Integrierten Leitstelle, Stefan Ertl, sprach in seiner Statistik von 200000 Anrufen, welche die ILS im Jahr zu bewältigen habe, davon 70000 mit dem Rettungswagen. Und dazu würden die „Firsties“ mit ihren schnellen Einsätzen sehr viel beitragen. Am Schluss bedankte er sich bei den Medizinern Dr. Pusch und Dr. Zipplies für ihr ehrenamtliches Engagement als Erweiterte Ersthelfer für den First Responder. wak

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