Kiefersfelden – Franz Hefter von der Feuerwehr Kiefersfelden und Siegfried Maier, Landessportreferent der bayerischen Berufsfeuerwehr, freuten sich beim vormittäglichen Riesentorlauf auf dem Sudelfeld über 15 Mannschaften mit 66 Startern, darunter die beiden Gastmannschaften der Berufsfeuerwehr Gelsenkirchen und der Feuerwehr Oberaudorf. Der doch recht anspruchsvoll gesteckte Riesentorlauf sah nach spannendem Verlauf das Team München I auf Platz eins, gefolgt von Augsburg I und den vier Skifahrern der Nürnberger Berufsfeuerwehr. Auch die alpenerprobten Skifahrer der Münchener Berufswehren hatten in der Einzelwertung die Nase vorne; es siegte Johann Willibald vor Thomas Windisch und Bernhard Gloggner.
Danach wurden die Koffer gepackt und die Reise ging weiter ins Hochtal Mühlau, wo der Nachmittag dann ganz im Zeichen der nordischen Spezialisten stand. Auf der bestens präparierten Loipe in der Mühlau schickte pünktlich um 14 Uhr Starter Siegfried Maier, der zuvor noch über Strecke und Verlauf informiert hatte, die bayerischen Mannschaften aus München, Würzburg, Aschaffenburg, Augsburg, Regensburg, Nürnberg und Erlangen mit insgesamt 28 Teilnehmern, darunter eine Starterin und wiederum ein Team der Berufsfeuerwehr Gelsenkirchen, auf die 7,5 Kilometer lange Strecke, die im klassischen Stil zu bewältigen war. Jede Mannschaft bestand aus mindestens drei, maximal vier Läufern, von denen die drei zeitschnellsten in die Wertung kamen. Per Doppelschub unterwegs, mussten drei Runden absolviert werden und in dem bunt gemischten Feld, das ein Höllentempo vorlegte, schoben sich schnell die Münchner Starter an die Spitze. Angefeuert von den vielen Zuschauern, liefen die Sportler zur Höchstform auf und kämpften bis ins Ziel um die besten Plätze.
Die belegten einmal mehr die Berufswehren München I mit Stefan Schmidtchen, Falco Schwabe, Daniel Orthofer und Franz Hefter, dicht gefolgt vom Team München II und den Feuerwehrkameraden aus Nürnberg. In der Einzelwertung lief Stefan Schmidtchen (München I) einen souveränen Start-Ziel-Sieg heraus, ihm auf den Fersen waren Mannschaftskollege Falco Schwabe und Thomas Braunegger vom Team München II. Es war ein Höllenspektakel auf der Loipe und im Ziel, wo alle ankommenden Teilnehmer von den begeisterten Zuschauern mit Tröte oder Fanfare empfangen und mit diversen Getränken erfrischt wurden.
Wie ernst von den Teilnehmern die Wettbewerbe um die bayerische Meisterschaft genommen wurden und mit welchem Engagement, zeigte sich bestens am Beispiel der Aschaffenburger Berufsfeuerwehr-Kameraden, die vor den Wettbewerben extra einen Langlaufkurs absolviert hatten und das Gelernte erfolgreich umsetzen konnten.
„Trotz aller sportlicher Herausforderung stand das gesellig-kameradschaftliche Miteinander im Vordergrund“, wie Organisator Siegfried Maier betonte. Der war mit dem Verlauf der Meisterschaften sehr zufrieden und den Abschluss mit der Siegerehrung gab es dann am Abend bei einem leckeren Essen beim „Ochsenwirt“ in Oberaudorf.
Allein
unter Männern
Für die einzige Teilnehmerin, Karolin Moosmann von der Berufsfeuerwehr Regensburg, war es die erste Teilnahme. „Ich laufe ja erst seit einem Jahr nordisch, wollte aber auf keinen Fall die rote Laterne als Letzte bekommen“, war ihre Herausforderung vor dem Rennen. Und das setzte sie auch sehr gut durch, erreichte einen Platz im Mittelfeld und war nach dem kräftezehrenden Lauf sehr zufrieden. „Es hat mir riesen Spaß gemacht und auch konditionell konnte ich gut mithalten. Der Lauf war für mich ein Traum, es hat, angefangen beim herrlichen Wetter und der traumhaften Kulisse bis hin zu der anspruchsvollen Strecke, alles gepasst und wenn es klappt, bin ich auch nächstes Jahr wieder sehr gerne dabei“, erklärte sie.