Aschau – „Eine Baufläche in Grattenbach erscheint geeignet, der Vorschlag Innerwald dürfte nicht zu verwirklichen sein“, so Andrea Kaiser von der Planungsgruppe Strasser in Brannenburg bei der Vorstellung der neuesten Version des Flächennutzungsplans mit der Einarbeitung der letzten Vorschläge im Aschauer Gemeinderat.
Beide potenziellen Gewerbegebietsflächen wurden nach einem festgelegten Schema geprüft, dabei erscheint eine Verwirklichung des Vorhabens in Grattenbach möglich, in Innerwald jedoch nicht.
Bürgermeister Peter Solnar pflichtete ihr bei, ein Gewerbegebiet zwischen dem Ortsteil Innerwald und der Staatsstraße 2093 im Südosten kommt nicht mehr in Frage.
Zwar sei es verlockend, die vorhandene Lagerfläche mit einem Handwerksbetrieb zusammenzuführen, aber die mangelhafte Anbindung erlaube keine Ausweisung eines Gewerbegebietes.
Andrea Kaiser wies wiederholte Male darauf hin, dass der Flächennutzungsplan kein Baurecht schaffe, sondern nur die Grundlage für weitere Planungen der Gemeinde bilde.
Sebastian Pertl (FWG), der selbst in Innerwald daheim ist, erklärte, dass eine Tauglichkeitsprüfung selbstverständlich legitim sei, aber das Ergebnis sei von Anfang an vorhersehbar gewesen. Josef Hobelsberger (FWG) hätte mit einem zusätzlichen Handwerksbetrieb in Innerwald kein Problem gehabt. Die entstandene Panik und der massive Widerstand im Ortsteil gegen jegliche Ausweitung des Bereichs an der Staatsstraße 2093 seien für ihn nicht nachvollziehbar, eine Zimmerei oder eine Spenglerei hätten sich nahtlos in den Ort eingefügt.
Benno Pertl (PTL) erklärte, dass er volles Verständnis für die Ablehnung der Bürger habe, „sie wollten ganz einfach ihre Ruhe bewahren“. Dabei enthielt nur ein Teil der Gegenvorstellungen erkennbare Verbesserungsansätze, die für die Gemeinde durchaus bedenkenswert sind und in künftige Planungen miteinbezogen werden könnten, der andere Teil war so verfasst, dass das Sankt Florians Prinzip überall zu erkennen war: „Wir wollen die Verwirklichung schon, sei es Gewerbegebiet, Handwerksbetrieb oder Lagerfläche, aber nicht vor unserer Haustür in Innerwald, sondern irgendwo woanders.“ Keine weiteren Bedenken gab es gegen die Ausweisung eines Gebietes im Raum Grattenbach. Hier könnten sich beiderseits der Straße Gewerbebetriebe ansiedeln und sich an die bereits bestehenden Betriebe anschließen.
Ohne Gegenstimme beschloss das Gremium schließlich, eine Entwicklung in Grattenbach weiter zu fördern und das Projekt Innerwald endgültig zu den Akten zu legen.reh