Nutzungsänderung mit Diskussionsbedarf

von Redaktion

Im Griesstätter Ortsteil Altenhohenau soll aus einem ehemaligen Stall auf zwei Ebenen eine Versammlungsstätte für 240 Personen entstehen. Vor allem die Parksituation beschäftigte den Gemeinderat, der am Ende der Umnutzung zustimmte.

Griesstätt – Für maximal 240 Personen ausgelegt ist die Versammlungsstätte in dem ehemaligen Stall in Altenhohenau. Der entsprechende Antrag zur Umnutzung zweier Ebenen lag nun dem Gemeinderat vor. Eine Genehmigung für das Vorhaben hatte der Gemeinderat bereits im letzten Jahr erteilt, damals allerdings war der Umbau in anderer Form beantragt. Nun sorgten Planänderungen und die Parkplatzsituation für Diskussionsstoff in der Gemeinderatsitzung.

Vor allem die Verkehrssicherung und die Feuerwehrzufahrt im Bereich des ehemaligen Klostergeländes, auf dem sich die verschiedenen Nutzer die Parkflächen teilen, stand dabei im Vordergrund. Zudem fehlen nach Berechnungen der Gemeindeverwaltung 21 Stellplätze.

Bürgermeister Robert Aßmus wollte zudem das Landratsamt darauf hinweisen, dass Parkplätze, falls nur mit gut zwei Metern Breite verrechnet, nicht durchgehen könnten. Auch dürften diese nicht den Brandschutz behindern, da auch die Anfahrt einer Drehleiter im Notfall ungehindert möglich sein müsse. „Notfalls muss sich das Kreisbrandrat Richard Schrank anschauen“.

Überschneidungen des Bedarfs müssen eingerechnet werden

80 Stellplätze müssten die Bauwerber für die geplante Versammlungsstätte nachweisen. Parken auf der Straße oder auf den Nachbargrundstücken sei ausgeschlossen und mit einzurechnen seien Schulbetrieb und Veranstaltungen mit Überschneidungen des Parkplatzbedarfs. „Was geschieht zu Zeiten, wenn alle Schüler der Berufsfachschu-len da sind und eine Veranstaltung stattfindet“, wollte Anton Strahlhuber (PFWG) wissen. Zwar seien selten alle Schülerinnen und Schüler gleichzeitig da, so von Seiten der Verwaltung, aber Veranstaltungen im geplanten Versammlungsraum seien ohne Fixierung auf bestimmte Wochentage von 10 bis 22 Uhr vorgesehen. Das führe zwangsläufig zu Problemen, zudem ohnehin noch 21 Stellplätze nicht eindeutig nachgewiesen seien, war man sich im Gemeinderat einig.

Jakob Ametsbichler (CSU) forderte, man solle sichergehen, dass das alte Bauvorhaben, nicht weiter verfolgt werde. Dies wolle man vom Landratsamt schriftlich haben, auch wenn man gegen den Bau in der vorliegenden Form ohnehin nichts machen könne, so die Verwaltung.

Offen blieb, inwieweit und ob im Bereich der vorgesehenen Toiletten nach altem Plan gebaut werde.

Unter Voraussetzung der Klärung der offenen Fragen stimmten die Mitglieder des Gemeinderates schließlich für eine Umnutzung.

Problemlos mit 11:0 gingen darüber hinaus die isolierten Befreiungen zur Überdachung einer Terrasse in der Hans-Brunner-Straße und zur Erstellung eines Carports in der Bussardstraße durch.

Bei letzterem Vorhaben legte allerdings Michael Kaiser (PFWG) großen Wert auf eine freie Sicht. Martin Fuchs (CSU) wollte die Gewährleistung der Sichtverhältnisse festgehalten sehen, damit eine nachträgliche Beplankung ausgeschlossen werden könne.

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