Die Narren waren los

von Redaktion

Beste Stimmung beim größten Faschingszug des Inntals in Flintsbach – Spaß mit Samurais, Geishas und Touristenführern – 35 Motivwagen

Flintsbach – 35 Faschingswagen, die Musikkapellen Flintsbach und Litzldorf, jede Menge närrisches Fußvolk und sehr viele begeisterte und lustig kostümierte Zuschauer verwandelten gestern Flintsbach in ein japanisches Narrendorf der Extraklasse. Riesige Menschentrauben aus dem ganzen Landkreis säumten die Zugstrecke in Unterflintsbach rund um die Kirche.

Viele Motivwagen zu lokalen und überregionalen Themen – wie „die Schallschutzmauer“ in Brannenburg, der „Feinkostladen“ in Nußdorf, die bayerischen Raumfahrtpläne, die Trennung von Helene Fischer und Florian Silbereisen und natürlich das Volksbegehren zum Artenschutz – wurden beim größten Faschingszug des Inntals „aufs Korn genommen“. Auch einige Wagen zum Brenner-Basistunnel glitten wie auf Schienen durch die Zuschauermenge.

Endlich war der lang ersehnte „große Tag“ im Flintsbacher Fasching für das Prinzenpaar Prinz Tobias I., mächtiger Bonsai vom Geiger-Dojo, und Prinzessin Julia I., liebliche Morgenröte vom Tikifall, gekommen. Bei strahlendem Sonnenschein feierten sie mit den Flintsbacher Faschingsspin-nern und dem närrischen Volk aus nah und fern.

Ab 13.15 Uhr begann das bunte Faschingstreiben vor dem Dannerwirt. Die Musikkapellen gaben abwechselnd Faschingshits zum Besten und die Gardemädels sorgten mit ihrem Garde- und Showtanz für beste Stimmung. Entlang der Zugstrecke wurden die Zuschauer durch viele Verkaufs-standl von den Vereinen und Anwohnern mit ausreichend flüssiger und fester Nahrung gut versorgt.

Pünktlich um 14 Uhr setzte sich der Riesen-Gaudiwurm, angeführt von der Musikkapelle Flintsbach, in Bewegung. Auf dem Prinzenwagen, gefertigt unter der Leitung von Wagenbauerchef Hans Maier, gezogen von einem prächtigen Kaltblutgespann von Didi Krause aus Fischbach, fuhr das winkende Prinzenpaar durch die jubelnde Zuschauermenge sicher und unfallfrei dank Kutscher Georg Siegmund. Dieser prächtige Prinzenwagen war in der langen Reihe der Flintsbacher Prinzenwagen ein weiterer Meilenstein! Die japanische Pagode mit dem Vulkan Fujiyama, dem Flintsbacher „Faschingskasperl“ waren so die ideale Bühne für das noble Herrscherpaar.

Vor dem Prinzenwagen fuhr die Ehrenkutsche mit den Ehrenpräsidenten Max Dirl und Georg Krapfl und den Ex-Präsidenten Karl Denk und Markus Dirl. Die ebenfalls voraus marschierende Flintsbacher Garde unter der Leitung von Kommandeuse Martina Geiger verteilte fleißig Süßigkeiten an die kleinen Besucher entlang des Zuges.

Viele Motive waren so originalgetreu nachgebaut, dass man sie vom Original kaum unterscheiden konnte wie beispielsweise eine japanische Sumoringerarena, ein Hot Pot der japanischen Schneeaffen, der ewige Kuhglockenstreit mit den „Zuagroastn“, das dritte Kloo in Grundschulen oder der Kohleausstieg.

Mächtig ins Zeug hatten sich auch die Kindergarten- und Schulkinder aus Flintsbach gelegt, die den Zug schmückten und den Leitspruch „Fasching bleib do“ bereits gut verinnerlicht hatten.

Mit ihren Prinzenwagen waren auch die Faschingsgilden aus Rohrdorf und Prutting dabei.

Im Anschluss ging das lustige Treiben bei den Flintsbacher Gaststätten Dannerwirt und Großer Wirt sowie den diversen Ständen bis spät in die Nacht weiter und wurde von den Musikkapellen musikalisch umrahmt.re

Artikel 4 von 11