Auftritt der „Weltstars“

von Redaktion

Gelungene Premiere mit „Neubeurer Faschingskonzert“ beim Vornberger

Neubeuern – 120 maskierte Gäste bevölkerten den Saal der Dorfwirtschaft Vornberger, um den Fasching in seinen Endzügen mit viel Musik und guter Laune im Gamsgebirg noch einmal hochleben zu lassen. Mit der Neubeurer Faschingshymne stimmte „Fünferlei“ auf einen bayerisch-amerikanischen Musikgenuss ein und lehnte sich mit den Liedern „Rehragout“ und „Zwei Schweinshaxn“ an die kulinarischen Wirtshausspezialitäten an.

Wie schön Bayern ist, vor allem früher einmal war, erzählte freiweg Gwaxe (Georg Brandmaier) mit hintergründigem Humor. „Weltoffen sind die Bayern allzumal, zudem aber stets unter Ihresgleichen. Auf Facebook haben sie Freunde auf der ganzen Welt. Doch daheim herrscht Inzucht auf öffentlicher Basis. So haben in Neubeuern viele den gleichen Namen, wie „Paul“, oder die „Stuffers“ am Samerberg. Ansonsten ist es „aus“ mit der geliebten Tradition. Heute ruft die Mutter beim Fußballtrainer an wegen eines Notfallplans aufgrund der zu hohen Ozonwerte. Früher hieß es nur „hast wieder kein Kappe aufgehabt?“

„Double Talkin“ gleitete musikalisch von den bayerischen Spitzfindigkeiten nahtlos in die Evergreens der amerikanischen guten alten Zeit. „Son of a preacher man“, „All we need is love“ und „Little darling,
here comes the sun“.

Die Sonne schien absolut nicht beim Briefwechsel zwischen dem Landratsamt und dem Bauantragsteller, der mit seiner Liebsten Nesterl bauen wollte. Kabarettist Gwaxe las zur Erläuterung die fünf hin- und hergeschickten Schriftstücke über den dreisten Schmiergeldversuch, den deprimierenden Ablehnungsbescheid bis zur Trennung des Paares und der resultierenden Gebührenerhebung unter schallendem Gelächter vor. Bravourös inszenierte Gwaxe seine verbalen Seitenhiebe zu den alltäglichen Stuben- und Stammtischgesprächen, die zum kritischen Hinterfragen animierten und einen Vorgeschmack auf den heimischen Nockherberg am 29. und 30. März lieferten.

Die Premiere des Neubeu-rer Faschingskonzerts startete erfolgreich mit zwei Musikgruppen, mit Tanzrunden und vielen Gästen, die Walzer und Fox tanzten.

Überraschungsgast mit einem Gruß

von der See

Premieren feierte auch der Star-Überraschungsgast Oskar Hillebrant, Heldenbariton und Kammersänger, auf allen bedeutenden Opernbühnen der Welt. Mit einem Gruß von der See, einem Karnevalslied aus Mainz und einem Medley zog er unter tobenden Applaus über die weiß-blaue Weißwurstgrenze hinaus. „Nach diesem Auftritt war er jetzt wirklich auf allen großen Bühnen der Welt“, stellte Gwaxe intuitiv fest.

Von Oskar Hillebrant und Dorfwirt Fritz Vornberger folgte das Lied „O sole mio“ und sorgte für einen zusätzlichen Höhepunkt des stimmungsvollen Abends in Altenbeuern.

Vom stimmlichen Einsatz zum instrumentalen Trompetenspiel bot der singende Wirt zum Abschluss seines Auftritts die ganze Bandbreite seines Könnens. Das Lied „Rosamunde“ beendete ein enthusiastisch nachklingendes dreistündiges Neubeurer Faschingskonzert.

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