Fabiola und Gräfin räumen Pokale ab

von Redaktion

Sebastian Grandauer aus Nußdorf einer der erfolgreichsten Pferdeschlittenfahrer

Nußdorf – Mit einem feinen Schellengeräusch von Glocken im Trabrhythmus eines Pferdes kündigt sich schon von Weitem Sebastian Grandauer aus Nußdorf mit seinem Pferdeschlitten an. Gelegentlich sind Rufe wie „Hüh oder Hoh“ zu hören. Anders als im Sommer ist das Auftreten der Pferdehufe im Schnee kaum wahrnehmbar, die Schnee dämmt die Geräusche. Noch wenige Meter und er befindet sich zusammen mit seinem Pferd samt Pferdeschlitten, auf freiem Feld.

Die Schnee- und Temperaturverhältnisse waren in diesem Jahr für Trainings, die sowohl für Pferd als auch für den Schlittenführer vorgesehen wichtig sind, nahezu ideal. Dieses regelmäßige Training hat sich dann auch ausgezahlt. Sebastian Grandauer gehört wohl zu einer der erfolgreichsten Pferdeschlittenfahrer in unserer Region. Immerhin konnte er in der Wintersaison 2018/19 bei Turnieren insgesamt fünfmal den ersten Platz und zweimal den zweiten Platz erringen. Dabei stellte er sich auch der internationalen Konkurrenz aus Österreich und Italien. Ausgetragen wurden die Rennen in Hundham, Parsberg und Kirchdorf.

Im Mittelpunkt des Geschehens stehen natürlich die Pferde, von denen er gleich zwei siegreich ins Rennen schickte. Zum einen die achtjährige Gräfin G, ein Süddeutsches Kaltblutpferd, sowie die ebenfalls achtjährige Haflingerstute Fabiola G. Beide eigene Züchtungen aus dem Stall seines Vaters, Wolfgang Grandauer senior. „Sieger ist, wer als Erster ins Ziel einfährt“, erklärt Sebastian Grandauer, der erst seit drei Jahren an Schlittenrennen aktiv teilnimmt. „Dabei wird darauf geachtet, dass sich die Pferde nur im Trab, aber keinesfalls im Galopp bewegen. Kommt der Galoppschritt, führt das zur Disqualifikation“, erklärt Grandauer. Auf die Frage, was ihn so erfolgreich gemacht hat, antwortet er bescheiden: „Regelmäßiges Training.“

Dabei müssen sich Schlittenführer und Pferd bestens verstehen und werden zu einem Team. Ein kurzes Schnalzen, ein leiser Ruf oder ein leichter Zug an den Zügeln reichen schon aus, um dem Pferd die Richtung, die richtige Geschwindigkeit und Gangart zu geben.

Grandauer kennt seine Pferde so gut, dass er bereits an kleinsten Gesten seiner Pferde erkennen kann, was das Pferd will und wie sein Gemütszustand ist. Bald schon wird wieder trainiert, verrät Grandauer – für die Kutschenrennen.

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