Neubeuern – Tiefe Anteilnahme erfuhren die Angehörigen von Elfriede Stocker, die im 82. Lebensjahr im Kreise ihrer Familie verstorben war. Sie war der Mittelpunkt der Familie. Mit ihrem Ehemann Gottfried verband sie eine fast 60-jährige Ehe, die in der Kirche von Neubeuern geschlossen worden ist.
Auf dem Bergeranwesen, Baugeschäft mit Landwirtschaft, wuchs die Verstorbene mit vier weiteren Geschwistern auf, musste früh die Arbeit auf dem Hof und im Baugeschäft miterledigen. Die Musik war prägendes Element in ihrer Freizeit. Bereits in jungen Jahren war Stocker mit ihren Schwestern als die „Berger-Dirndl“ bei Auftritten zu hören. So war der Weg in den Kirchenchor und zur Liedertafel Neubeuern, wo man mit 15 Jahren eintreten konnte, eine Selbstverständlichkeit. Über sechs Jahrzehnte war Stocker im Kirchenchor eine Stütze, und als Solistin bei vielen Anlässen prägender Teil. In beeindruckender Weise gestalteten Orchester und Kirchenchor die Trauerfeier für ihre Sangeskollegin mit.
1967 bei der Gründung der Chorgemeinschaft Neubeuern war es für Stocker eine Ehre hier ihren Dienst zu tun, und Verantwortung als Notenwartin zu übernehmen. So war sie für den jungen Orchesterleiter Guttenberg helfende Hand, aber auch bestimmender Teil, ohne ein Wort sagen zu müssen.
Das sportliche Treiben der drei Söhne sowie die Unterstützung von Eheman Gottfried in seinen Ehrenämtern beim TSV führte Elfriede oft zu den Sportanlagen. Der erstmalige Betrieb des Kioskes am Sportheim lag in ihren Händen. Der Pflege von Blumen und Garten galt ihre große Liebe. „Wenn wir nicht gewusst haben, was wir tun sollen, sind wir zu Tante Elfriede gegangen, da hat’s immer was gegeben“, so Neffe Georg Paul.
Um die Verstorbene trauern der Ehemann, drei Söhnen, Schwiegertöchter, Enkel und Urenkel. Pfarrer Christoph Rudolph sprach die Gebete der Kirche. Angeführte von den Fahnen der Chorgemeinschaft, der Frauengemeinschaft, dem TSV Neubeuern, der Beerdigungsmusik und einer großen Glaubensgemeinschaft führte ein langer Trauerzug zur letzten Ruhestätte. swt