Aschau – „Unser Wild wird zusammengefahren und nicht mehr geschossen, 16 Rehe fielen bei Bucha dem Verkehr zum Opfer, zwei im Raum Fellerer“, klagte Jagdvorsteher Peter Fischer bei der Hauptversammlung der Jagdgenossenschaft Aschau. Er forderte weitere Maßnahmen zur Verringerung der Wildunfälle. Bei den Jägern bedankte sich Fischer für das respektvolle und unaufgeregte Miteinander: „Der Abschussplan wurde erfüllt, der Jagdfriede gewahrt.“
Peter Fischer, Scheich zu Engerndorf und Max Neumüller, Lackner zu Niederaschau, führen die Jagdgenossenschaft Aschau. Sie werden unterstützt von Kassier Peter Anner, Michl zu Koy und Schriftführer Heinz Scheck, Kreuzer zu Bucha. Das Gremium wird vervollständigt durch die Beisitzer Lorenz Scheck, Bauer zu Hub, und Ludwig Moosmüller, Schaffler zu Göttersberg. Die Kasse prüfen Hilde Gunkel und Paula Eder.
Fischer berichtete, dass es für die Jagdgenossenschaft keinen Grund zur Klage wegen übermäßiger Verbissschäden gebe. „Wir können das – wie bisher – intern regeln.“ Entscheidend sei für die Aschauer Waldbauern nicht so sehr die Erfüllung des Abschussplanes auf Punkt und Komma, sondern die Frage, wie es in den Wäldern tatsächlich aussehe.
„Die Krähenbestände nehmen ständig zu, wir fordern die Jäger dringend dazu auf, unter den Rabenkrähen aufzuräumen und die ungezügelte Vermehrung einzudämmen“, so der Jagdvorstand.
Jagdpächter Rasso Baron von Cramer-Klett erklärte, dass die Waldbauern und die Jäger im Priental nach wie vor auf einer Insel der Seligen lebten, wo das Zusammenleben funktioniere. „Wir wissen, dass das vielen nicht passt, aber es ist nun einmal so – wir haben noch Wild, und wir haben auch noch Bäume.“ Das neue Vegetationsgutachten sei „seltsam“ ausgefallen: Aus einem Gebiet, das in keiner Weise auffällig war, sei plötzlich ein hochbrisantes Verbissgebiet geworden. Das sei für ihn unverständlich, denn die Wildbestände hätten sich nicht verändert. Hier gebe es auf alle Fälle noch Diskussionsbedarf; Wald und Wild müssten in ihren Beständen zusammenpassen. „Wie sich der Winter und der viele Schnee in diesem Jahr in unseren Wäldern auswirken werden, können wir noch nicht vorhersagen, Rehe und Gämsen kamen nicht zu den Futterstellen, das Rotwild dagegen scheint alles gut überstanden zu haben.“ Die beiden Jagdpächter Rasso Baron von Cramer-Klett und Jakob Hündl dankten Jagdvorsteher Peter Fischer und der gesamten Vorstandschaft für das vertrauensvolle Miteinander in den vergangenen Jahren. Wenn ein Landwirt in seinem Wald nennenswerte Verbissschäden entdecke, solle er sofort die Jagdpächter informieren. Diese würden dann aktiv. reh