Wichtl begeistern mit „Kalif Storch“

von Redaktion

Zu ihrem 25. Jubiläum hatten sich die Kieferer Wichtl mit dem Stück „Kalif Storch“ etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Die Nachwuchslaienschauspieler der Heimatbühne Kiefersfelden boten ihren Zuschauern einen orientalischen Märchenspaß.

Kiefersfelden – Das Märchen vom „Kalif Storch“, aus der Feder von Florian Dietel, nahm das Publikum gefangen. Das Stück erzählt die Geschichte des Kalif Chasid, der im fernen Bagdad regierte und der durch einen bösen Zauber des mächtigen Kaschnur gemeinsam mit seinem Großwesir Mansor zu einem Leben als Storch verbannt ist. Aber so ganz unschuldig waren die beiden auch wieder nicht, denn ausgelöst wurde die Geschichte durch den Wunsch des Kalifen, die Sprache der Tiere verstehen zu können. Und da begab er sich zur Wunscherfüllung auf dünnes Eis, denn das Zauberpulver, das die beiden Abenteurer einnahmen, hatte es in sich.

Doch zunächst einmal machten sie sich voll Elan und Freude auf den Weg, die Geheimnisse der bunten Tierwelt zu erkunden. Der Einblick in das Familienleben bei den Storchens am Seerosenteich und die Tücken bei der Futtersuche erheiterten nicht nur die jungen Zuschauer, glänzend amüsieren konnten sie sich auch über die Eheweisheiten des Großwesirs.

Ein wenig gruselig wurde es dann aber schon auch in der schwarzen Ruine, in der Kalif Storch mit seinem Großwesir Mansor Unterschlupf suchte und dort auf die ebenfalls verzauberte Eule Lusa traf. In dem ganzen Trubel und dem Ausbruch von Gefühlen, vergaß dann aber – oh Schreck – der Kalif das Zauberwort zur Rückverwandlung, was bedeutete, dass die beiden bis zum Lebensende als Störche leben hätten müssen.

Beim Zusammentreffen des bösen Zauberers Kaschnur mit den größten Zauberern und Hexen des Orients wurde so manchem schon ein bisschen mulmig zumute und die Zuschauer, vor allem die jungen, wollten helfen, den Zauber zu brechen und den Unglücklichen die Rückkehr in ihr richtiges Leben zu ermöglichen. Doch das war alles gar nicht so einfach. Viel musste passieren und dass die Geschichte dann doch noch einen glücklichen Ausgang nahm, lag nicht zuletzt an der Eule Lusa, mit deren Hilfe die beiden traurigen Störche das ultimative Wort wieder in Erfahrung bringen konnten, mit dem der Zauber gebrochen und sowohl der Eule als auch den beiden Störchen geholfen werden konnte.

Vergnügt und auch aufgeregt verfolgten die Zuschauer die Irrungen und Wirrungen bis zur Auflösung des Märchens, an dessen Ende die gerechte Bestrafung des bösen Zauberers und seines Sohnes stand. Am Ende des absolut gelungenen Starts in das Jubiläumsjahr stellte dann so manch kleiner Zuschauer erleichtert fest, dass in den bunten und tollen Hexenkostümen auch nur ganz liebe und harmlose junge Menschen steckten, die einem eigentlich gar nichts tun können.

Tickets und Termine

Die nächsten Aufführungen von „Kalif Storch“ sind an den beiden kommenden Wochenenden jeweils samstags und sonntags, 23./24. und 30./31.März, um 15.30 Uhr in der Schulturnhalle Kiefersfelden. Der Kartenvorverkauf ist bei Tabak-Land Zaglacher in Kiefersfelden, Telefon 08033/302722. Restkarten sind noch an der Nachmittagskasse erhältlich. Die Kieferer Wichtl bieten in den Pausen zwischen den Akten auch kleine Leckereien und Getränke an.

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