Bad Aibling – Bewerbungen, Vorstellungsgespräche, Berufsbilder und Unternehmenspräsentationen standen im Mittelpunkt der „JobFair“, die von der Wirtschaftsschule Alpenland (WSA) heuer bereits zum 24. Mal veranstaltet wurde.
Die große Bandbreite der Workshops umfasste alle Bereiche für den Beginn der Berufsausbildung. So gab es neben einem jeweiligen Überblick über die Unternehmen unter anderem Hinweise für „Allgemeine Berufsfindungs- und Lebensziele“ durch die Bundesagentur für Arbeit, Informationen über die in den Firmen angebotenen Ausbildungsberufe und deren Profile, die Anforderungs- und Eignungskriterien für Bewerber sowie über die Bedeutung von Praktika.
An der Ausbildungsmesse beteiligten sich über 30 Firmen, Behörden und Organisationen und stellten sich an Präsentationsständen und in Workshops vor. Vertreten waren unter anderem Unternehmen wie Cohu, Gabor, Neenah Gessner, Rohrdorfer, Salus, Steelcase, Banken, Aldi, Auto Eder, Baywa, Peek & Cloppenburg, Richter & Frenzel und Prechtl, die Romed-Kliniken, Krankenkassen, die B&O-Gruppe, Steuerberater, Logistikfirmen und das Hotel- und Gaststättengewerbe.
Bei den Workshops bekamen die rund 150 Schüler der Jahrgangsstufen 9 und 10Z von den Personalverantwortlichen der Firmen, aber auch von deren aktuellen Azubis wertvolle Tipps. Sie betrafen unter anderem die Gestaltung der Bewerbung, Anregungen zur Vorbereitung für das meist 20- bis 30-minütige Vorstellungsgespräch (wie „sich über das Unternehmen vorab informieren“ und „über persönliche Stärken und Schwächen klar sein“) und Knigge-Ratschläge für Äußeres und Benehmen (wie „Pünktlichkeit ist absolute Selbstverständlichkeit“). Die Jugendlichen erhielten außerdem Einblicke in die Tätigkeit eines Assessment-Centers mit interaktiven Übungen und konnten an einem Einstellungstest teilnehmen oder ein konkretes Vorstellungsgespräch verfolgen (unter anderem mit Fragen zum Verhalten bei Prüfungsdruck und zur Teamarbeit).
Außerdem bestand die Möglichkeit, eine Online-Bewerbung zu gestalten. Das Finanzamt Rosenheim lieferte die Antwort auf die Frage: „Wie werde ich Beamter?“ und die Berufliche Oberschule Holzkirchen erläuterte ihr „Holzkirchner Modell“. Eingangs der Veranstaltung berichtete der Geschäftsführer des Logistikbetriebs BTK, Franz Weiß, über eine von seinem Unternehmen in Kooperation mit der WSA und der Realschule Brannenburg veranlasste Schülerumfrage. Diese habe ergeben, dass der persönliche Kontakt auf Berufsinfomessen für 60 Prozent der befragten Schüler erste Wahl sei.