Eggstätt – Scharf kritisierte Josef Höck (Überparteiliche Wählergemeinschaft), Gemeinderat und Behindertenbeauftragter, in der letzten Gemeinderatssitzung das Vorhaben, in ein bestehendes Gebäude fünf Gästezimmer im Erdgeschoss einzubauen und im ersten Stock das ehemalige Wäschezimmer als Gastzimmer umzunutzen. Die Barrierefreiheit fehlte ihm völlig.
Zweiter Bürgermeister Christian Glas (Freie Bürger) hatte zuvor erklärt, dass mehr Gästebetten dem Ort gut täten. Höck fehlte ein Aufzug in dem Antrag, die WCs seien nicht als behindertengerecht einzuschätzen. „Ich bin damit nicht einverstanden.“ Die Zuhörer applaudierten.
Geschäftsleiter Hans-Joachim Kaiser erklärte, dass es rechtlich keine Möglichkeit gebe, die Barrierefreiheit zu fordern. Es sei ein Bestandsgebäude, da könne man nur an die Freiwilligkeit appellieren. Er wies darauf hin, dass für 70 Betten ausreichend Stellplätze zu schaffen seien. Die neuen würden mit versickerungsfähigen Belägen ausgestattet. Höck: „Die sind trotzdem nicht barrierefrei.“ Hans Plank (CSU) meinte, dass das „vielleicht dem Bauwerber nicht bewusst“ sei.
Kaiser griff einen weiteren Punkt im Antrag auf. Dabei gehe es um die Eingangsüberdachung im Norden. Dafür bräuchte es eine Befreiung. Höck wies auch beim Eingang auf ein Problem für Menschen mit Behinderung hin: Ein Meter Höhenunterschied bedeute eine 16 Meter lange Rampe.
Kaiser fügte dem Beschlussvorschlag hinzu, dass eine Barrierefreiheit zu realisieren sei. Mit zwei Gegenstimmen stimmten die Räte dem Bauvorhaben zu. elk