Aschau – Das Heilige Grab sei „nicht Dekoration, sondern ein Instrument des Glaubens“, eine Einladung, mit Christus zu leben. Kardinal Marx verknüpfte die Lesungen und das Evangelium mit einer der Botschaften des Mitbegründers des Jesuitenordens, Ignatius von Loyola (1491-1556), die Heilsgeschichte selbst zu erleben.
Ähnlich dem Kirchenlied „Jesus, dir leb ich! Jesus, dir sterb ich! Jesus, dein bin ich im Leben und im Tod!“ sollen die Christen in Vertrauen auf Gott sich aufmachen, ein paar Minuten am Tag mit Jesus zu sprechen, den christlichen Glauben „wirksam und spürbar“ zu erfahren und zu leben.
Kardinal Marx segnete das Heilige Grab und die vielen Darsteller und Mitwirkenden bei den Auferstehungsspielen beim Pontifikalgottesdienst in der Pfarrkirche Darstellung des Herrn. Er habe schon beim Einzug in die Kirche die vielen Männer mit Bart bewundert, die sicher bei den Aufführungen dabei seien, scherzte er.
Viele Abordnungen der Prientaler Vereine sowie Vertreter aus Politik und Kultur zogen zusammen mit dem Erzbischof von München und Freising, Reinhard Kardinal Marx, Dekan Daniel Reichel, den Geistlichen des Pfarrverbands und zahlreichen Ministranten in die Pfarrkirche ein.
Musikalisch festlich gestalteten Kirchenchor, Bläser und Pauke den Pontifikalgottesdienst, bei dem Pfarrer Paul Janßen allen mit einem herzlichen „Vergelt’s Gott“ dankte, die beim Wiederaufbau und dem Aufstellen des Heiligen Grabes geholfen hatten. Mit der Restaurierung des Heiligen Grabes, das über 400 Jahre Tradition besitze, sei etwas Großes entstanden.
Auch Reinhard Kardinal Marx schloss sich dem Dank an: Für ihn sei das Heilige Grab ein Ort der Besinnung, und er hoffe, dass das Grab Menschen zum Aufbruch ermuntere.