Vogtareuth – Die Versammlung der Jagdgenossenschaft Vogtareuth verlief bei hoher Beteiligung sehr harmonisch. Kein Wunder, denn die revierweise Untersuchung der vier Reviere der Genossenschaft durch das Forstamt ergab, dass drei der Reviere hinsichtlich des Verbisses durch Rehe als „tragbar“ eingestuft wurden und eines sogar die Note „gut“ erhielt.
In allen Revieren konnte eine Verbesserung der Situation festgestellt werden, nur in einem Revier gab es örtlich eine Verschlechterung. Auch wurden die Abschusszahlen der Rehe weitgehend erfüllt. Insgesamt wurden in der Genossenschaft 227 Rehe erlegt.
Der Vorsitzende der Genossenschaft, Bürgermeister Rudolf Leitmannstetter, und der Vorstand wollen angesichts dieser Situation den bisherigen Weg der konstruktiven Zusammenarbeit mit den Jägern weiter gehen. Die Waldbauern werden gebeten, Verbissschäden im Wald sofort zu melden, damit Gegenmaßnahmen eingeleitet werden können.
Im Revier III wurde die Pacht weiterhin an die bisherigen Jäger Manfred Buck und Hans Graf vergeben. Im Revier IV ist neuer Pächter Christian Geiger. In den weiteren Revieren standen keine Neuwahlen an.
Die Vergütung für die Jagd wurde auf drei Euro pro Hektar so festgesetzt, dass auch Raum für Spenden blieb. Die Jagdgenossenschaft unterstützt die Beschaffung von Saatgut für Blühstreifen für Wildtiere und Insekten mit 1000 Euro, beschafft Vogelhäuschen für 500 Euro und unterstützt die Landfrauen und Dorfhelferinnen mit 700 Euro. Der Ortsverband des Bauernverbandes wird mit 500 Euro gefördert. Damit die Kinder einen besseren Bezug zum Wald bekommen, haben die Vogtareuther Jagdgenossen für Schulführungen und Ferienprogramm 150 Euro reserviert.