Schechen – Mit häufigem spontanen Applaus belohnte das Publikum die gelungene Premiere der in drei Akten aufgeführten bayerischen Komödie „Ratsch und Tratsch“ im Gasthaus Kapsner in Hochstätt.
Der von Neugier geplagte Postbote Bartl Obermüller – in diese spaßige Rolle schlüpfte Hugo Kapsner – verstand es meisterlich, mit „brisantem“ Briefgeheimnis locker umzugehen und dieses zu allererst der Kramerin Rosina Denglhamer, gespielt von Maria Franz, anzuvertrauen.
Der Bauer Franz Erbhofer – die Rolle ist für Georg Posch geradezu maßgeschneidert – gerät dabei unversehens in ein Spinnennetz von Vermutungen und Verdächtigungen, nachdem er einen „ominösen“ Brief ungeöffnet in seine Joppentasche steckt und dort vergisst. Wie könnte es anders sein, als dass sich die geschwätzigen Damen des Dorfes, nämlich die Fotzner Mari und die Schmatzerin, des Nachtwächters Frau, (die Theatertalente Marianne Bachl und Claudia Altendorfer) dieser „Sache“ leidenschaftlich annehmen.
Hier riechen die skurrilen Figuren „Ratsch und Tratsch“, im Spiel und Gesang einfühlsam und mit viel Witz von den Geschwistern Katharina und Georg Schildhauer auf die Bühne gebracht, ihren „Braten“ und halten die Gerüchteküche kräftig am Brodeln.
Dies beleben außerdem Vitus Altendorfer mit seinem Auftritt als geselliger Wirt Karl Speckbacher, der sich schließlich ebenso wie auch seine Bedienung Burgl (Evi Novak) von „Ratsch“ und „Tratsch“ einwickeln lässt und dem nichts ahnenden Bauern Franz Erbhofer forsch die Gastfreundschaft verweigert. Die erfundene „Wahrheit“ musste schließlich auch Fanny, die Frau vom Bauern Franz Erbhofer, erfahren. In dieser Rolle brachte sich Ariane Taube mit ein. Die nächste Aufführung ist heute, Samstag, 20 Uhr, im Gasthaus Kapsner. Karten sind noch an der Abendkasse erhältlich. so