A8: „Zeitnahes Baurecht“ lässt grüßen

von Redaktion

Bürgerversammlung Frasdorf Erneute Auslegung der Pläne vermutlich im Herbst

Frasdorf – Viel Applaus für Bürgermeisterin Marianne Steindlmüller, aber kaum Fragen. So sah es zum Schluss der Bürgerversammlung aus. Der ehemalige Gemeinderat Josef Stein stellte ein paar Fragen zum weiteren Ausbau des Radlweges Richtung Umrathshausen, zum Fortbestand der Wirtsbetriebe auf den Almen und wollte wissen, ob künftig der Bürgermeister in Frasdorf haupt- oder ehrenamtlich sei. Marianne Steindlmüller erwiderte, dass es dazu gültige Gemeinderatsbeschlüsse gebe oder solche in Vorbereitung seien.

Kabel an der Straße ein weiteres Thema

Ein weiteres Thema war das berühmte Kabel an der Staatsstraße in Hendenham, „da haben wir die Auskunft, dass der Grunderwerb noch vollständig im Grundbuch vollzogen werden muss“, so Steindlmüller, „dann kann mit dem Bau begonnen werden, der dann etwa zwei bis drei Wochen dauern kann, wenn es zu keinen Komplikationen kommt. Es müssen etwa fünf Meter im Bankett verlegt werden. Die restliche Verlegung erfolgt in der Wiese und im Seitenstreifen. Die Gesamtlänge betrage etwa 1400 Meter“.

Sonst herrschte allgemeines Schweigen nach dem Vortrag der Bürgermeisterin; offensichtlich hatte Marianne Steindlmüller die Situation der Gemeinde Frasdorf in ihrem Rechenschaftsbericht bei der Bürgerversammlung in der gut besuchten Lamstoahalle so ausführlich beschrieben, dass für die Zuhörer keine Fragen offen blieben.

Die großen Probleme der letzten Jahre sind weitestgehend vom Tisch oder hängen in der Bearbeitung weiter im Mahlwerk der Behörden. So ist der Ausbau des schnellen Internets in Arbeit, die Planungen für den Tiefbau sind abgeschlossen.

Der Ausbau der Autobahn zieht sich zäh wie Hefeteig weiter durch die Jahre hindurch. Alle Prüfaufträge der Regierung von Oberbayern wurden mittlerweile abgearbeitet. Die Autobahndirektion Südbayern hat die Planungsanpassungen und Optimierungen in die Tekturlagepläne eingearbeitet und diese werden in diesem Monat wieder der Regierung zur Prüfung vorgelegt. Dort werden die Unterlagen auf Vollständigkeit geprüft und darauf geachtet, ob alles Besprochene berücksichtigt wurde. Dann geht man von einer erneuten öffentlichen Auslegung der Tekturunterlagen aus. Es wird wohl Herbst werden. Steindlmüller betonte, dass die Zusicherung der verantwortlichen Stellen bei der Regierung von Oberbayern auf ein zeitnahes Baurecht unverändert Bestand hat.

Ausführlich ging Steindlmüller auf die geplanten neuen Einheimischen-Baugebiete ein, so sollen noch in diesem Jahr in Wilhelming und Greimelberg mehrere Grundstücke nach dem Einheimischenmodell vergeben werden. Die bauliche Erschließung des Gewerbegebietes Daxa-Ost läuft derzeit und die Voraussetzungen für eine Bebauung von Unteracherting werden aktuell durch den Abriss des Hauses Werner geschaffen. Für die Ansiedlung der Bäckerei Miedl und des Anderlbauern an der Aschauer Straße, sowie das Chiemsee Chalet am Sagberg schuf der Gemeinderat mit den Bebauungsplänen die notwendigen Grundlagen.

Der Innerorts-Bereich von Frasdorf ist nach vielen Forderungen aus dem Dorf jetzt als Zone 30 ausgeschildert. Die Straße von Mitterbichl nach Tauern und Soilach wird ausgebaut. Es soll eine 3,50 Meter breite Straße plus Bankett und notwendiger Wasserführung gebaut werden, Ausweichmöglichkeiten sind vorzusehen.

Die marode Straße nach Greimelberg wartet ebenfalls schon lange auf den Ausbau, da sich die Gemeinde mit den Grundstückseignern aber nicht über die notwendigen Abtretungen einigen kann, muss diese Gemeindestraße wohl noch länger warten.

Der Dösdorfer Steg wird 2019 fertig

Der Dösdorfer Steg wird noch in diesem Jahr fertiggestellt und an die Fußgänger übergeben, der lang geplante Löschwasserbehälter in Umrathshausen wird gebaut. In Leitenberg und Umrathshausen stellten die Männer vom Bauhof neue Buswartehäuschen auf, am Kinderspielplatz wurde eine E-Tankstelle eingerichtet.

Ausführlich berichteten die beiden Gemeinderäte Lorenz Wollschlager und Gabi Stein über die Ergebnisse der vier Arbeitsgruppen zur weiteren Ortsentwicklung „Frasdorf 2030“.

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