Bad Endorf – Zahlreiche Freunde der „alten Musik“ kamen in die Dreieinigkeitskirche, um das Münchener Vokalensemble „cantar e suonar“ zu hören. Bereits zum zweiten Mal gaben die Musiker unter der Leitung von Anne Voit-Isenberg ihr Gastspiel in Bad Endorf. Die schlichten, aber fugisch in einander greifenden Sequenzen der Renaissancezeit bieten dem Hörer einen Klangteppich, in den er sich meditativ fallen lassen kann, um dann gleichsam musikalisch durch Raffinesse geweckt zu werden. Die heutigen Klangvorstellungen unterscheiden sich sehr von der des ausgehenden Mittelalters. Um so faszinierender war es, wie die Komponisten dieser Zeit die Texte aus dem Hohelied der Liebe musikalisch gestalteten.
Ein Besucher des Konzerts äußerte anschließend lobend: „Dass in Bad Endorf Renaissanceklänge ertönen, ist etwas ganz Besonderes.“
Anrührend und deutlich wurden die Schönheit der biblischen Liebesgedichte durch die Ausführungen von Pfarrerin Dr. Julia Offermann, aber auch durch die Instrumentalisten an der Orgel und der Gambe. Im Mittelpunkt des Konzerts standen Calvi, Monteverdi und Schütz.
Im Herbst besucht der Chor Bad Endorf erneut, dann mit Werken von Palästrina.