Nußdorf – Als besonderen Gast der Bürgerversammlung in Nußdorf begrüßte Bürgermeister Sepp Oberauer im Schneiderwirt einen jungen Mitbürger: Luis Lehnert. Sein Spezialgebiet: die Nordische Kombination. Der für den WSV Oberaudorf startende 18-Jährige wohnt in Nußdorf und sorgte kürzlich mit der deutschen Mannschaft anlässlich der 52. Nordischen Junioren-Skiweltmeisterschaften in Lathi für Furore. Die jungen Athleten brachten vor Norwegen und Österreich Gold mit nach Hause.
Was sonst noch Interessantes im vergangenen Jahr in Nußdorf geschah, fasste Sepp Oberauer in einem kurzweiligen Bericht zusammen. Ausführlich ging der Rathauschef auf die einzelnen gemeindlichen Einrichtungen ein. So besuchten im letzten Jahr 54 Kinder in drei Gruppen den Kindergarten. Darüber hinaus gibt es eine Krippen- und eine Übergangsgruppe. Insgesamt gingen 99 Kinder in sechs Klassen in die Nußdorfer Grundschule. Die Trinkwasserversorgung speiste rund 150000 Kubikmeter Wasser in das 39 Kilometer lange Wasserleitungsnetz ein. An dem Abwasserkanalnetz mit einer Länge von 27 Kilometer sind 2557 Personen angeschlossen.
Oberauer informierte außerdem über die Schwerpunkte der Gemeindearbeit: über die Bebauungspläne Entbach und Windshausen, den Steinbruchänderungsantrag des Zementwerks, die Breitbandversorgung, Brenner-Nordzulauf oder die Standortsuche für einen Mobilfunkmasten. Das Highlight sei der kürzlich erfolgte Umzug in das umgebaute Rathaus gewesen. „Die Gemeindeverwaltung konnte also wieder in das vertraute Gebäude zurückkehren. Dieses präsentiert sich nun den Bürgern barrierefrei mit hellen und freundlich gestalteten Räumen“, so Oberauer.
Mit dem geplanten Hochwasserschutz am Steinbach könne im Herbst begonnen werden, so der Rathauschef. Für die betroffenen Bürger werde noch im Frühjahr eine Versammlung anberaumt. Zum Ende der Veranstaltung hatten die Bürger das Wort. Dabei ging es um Themen wie die Rekultivierung der Sichtschutzwand des Steinbruchs, die Überwachung der Asphaltmischanlage, den Transitverkehr am Brenner und das Biberproblem.