Rohrdorf-Höhenmoos – Georg Loferer, Vorsitzender des Obst- und Gartenbauvereins Höhenmoos, verwies in seinem Bericht bei der Jahresversammlung auf die hervorragenden Obsterträge, die der Jahrhundertsommer 2018 mit sich brachte. Für den Herbst 2019 kündigte er eine Sortenbesprechung an.
Gute Nachrichten kamen von Bürgermeister Christian Praxl, der in seinem Grußwort auch für 2019 eine finanzielle Unterstützung des Vereins zusagte. Beifall gab es von den Mitgliedern für seine Ankündigung, als Beitrag für den Artenschutz 2500 Quadratmeter als Blühfläche auszuweisen.
Vorschau auf den Ausflug hielt Manuela Göschl. Geplant sei eine Fahrt in den Altlandkreis Wasserburg mit Besichtigung einer Staudengärtnerei in Soyen, eines Gartens in Babensham und einer Ölmühle in Schnaitsee.
Gespannt war man auf den Vortrag von Roman Pröll, dem neuen Kreisfachberater des Landratsamtes, der sich mit der „Amerikanisierung der Landschaft“ befasste. Gekennzeichnet sei dieser Begriff durch die Entwicklung der USA hin zu einer ausgeprägten Konsumgesellschaft, die einen enormen Verbrauch an natürlichen Ressourcen wie Boden und Wasser habe. Teilweise habe sich diese Lebensart auch hierzulande breitgemacht. Dies zeige sich vor allem am immensen Flächenverbrauch mit zunehmender Verschmelzung von Stadt und Land und extremer Auswirkung auf die ländliche Struktur.
Ein Gegengewicht zu dieser bedenklichen Entwicklung könnten die Gärten sein. Sie stärken das Heimatgefühl, festigen soziale Gefüge und stabilisieren die Dorfstruktur.
Abschließend appellierte Pröll an die Mitglieder, eben diese Werte des „Gartelns“ Kindern und Jugendlichen zu vermitteln.