Nachruf

von Redaktion

Neubeuern – In Windeseile verbreitete sich die Nachricht des Todes von Konrad Paul, „Nocker-Koni vom Auerhof“, in der Dorfgemeinschaft. Anteilnahme und Mitgefühl wurden der Ehefrau Lisbeth, den Kindern und Enkelkindern zuteil. Geprägt war sein Leben von Verbundenheit zur Heimat, Arbeit auf dem elterlichen Hof, wo er als siebtes Kind geboren wurde, und von seinem Beruf als Schreiner. Nach seiner Meisterprüfung führte er die Schreinerei an der Färberstraße und später mit seinem Bruder Sebastian den Auerhof, der Zentrum für handwerkliche Betätigung in der Gemeinde wurde.

In der Innung war er als Ausbilder und in der Vorstandsschaft aktiv. Konrad Paul hat das Vereinsleben geprägt wie kaum ein anderer. Vor allem den Neubeurer Faschingsverein hat er unterstützt. Als „Nockei“ war er mehr als fünf Jahrzehnte aktiv. Als Prinz im Jahr 1974, Präsident, als Ehrenpräsident und vorher bei den Regentschaften seiner Brüder Sepp und Wast.

Über viele Jahre war der Auerhof Zentrum für Besprechungen, Poben, Arbeitseinsätzen zum Girlanden binden für die Marktplatzdekoration, oder beim Bau der Faschingswägen. Faschingspräsident Tobias Heinrich blickte anerkennend, auf die Zeit der Präsidentschaft von Konrad Paul zurück. Ergriffen stimmten die Musikanten ein letztes Mal die Hymne vom „schönen Gamsgebirg“ an. Eine große Trauergemeinde folgte dem Sarg, begleitet von den Fahnen, erstmals auch die der Faschingsgesellschaft, zu letzten Ruhestätte. Am Grab sprachen Sepp Stadler für die Gebirgschützen und Peter Moser als Vertreter der Innung und Schreinerkollegen.

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