Nußdorf – In Nußdorf erinnern gleich zwei Kriegerdenkmäler an die gefallenen Soldaten. In einem von beiden befindet sich noch bis 5. Mai eine Installation zu sechs Bürgern aus Nußdorf und ihrem Schicksal im Ersten Weltkrieg. Stellvertretend stehen ein Schneidermeister, ein Sägewerksbesitzer, ein Holzarbeiter und ein Landwirt für die Heimkehrer und zwei Gütlerssöhne für die Gefallenen. Der eine lenkte ab 1919 als Bürgermeister die Geschicke seines Heimatortes, der andere errichtete zu Ehren seiner Kameraden ein Denkmal, vom dritten kehrte lediglich der kleine Weihnachtsbaum im Feldpostpäckchen zur Familie zurück, den sie ihm zu seinem ersten und einzigen Weihnachten im Schützengraben nach Frankreich geschickt hatten. Im Rahmen der Gemeinschaftsausstellung „Heimat 1918“ des Museumsnetzwerks Rosenheim führt die Kuratorin Michaela Firmkäs ab 19 Uhr am Kriegerdenkmal an der Pfarrkirche St. Vitus zu „Der Kriegstoten Gedenken“. Weitere Informationen unter www.museumsnetzwerk-rosenheim.de.