Nußdorf – Für die rund 15 Kinder vom Nußdorfer Obst- und Gartenbauverein hat sich das Lernen und ihr Einsatz um die Streuobstwiese im letzten Jahr gleich mehrfach ausgezahlt. Sie haben nicht nur die wichtigsten Grundkenntnisse zur Bewirtschaftung von Streuobstwiesen erlernt, dabei eine ertragreiche Ernte eingefahren, etwas Gutes für die Natur und die Insekten getan, sondern waren obendrein auch noch erfolgreich bei gleich zwei Wettbewerben zur Streuobstwiese. So belegten sie jeweils den zweiten Platz bei Wettbewerben auf Landkreis- und Landesebene. Die Heimatzeitung sprach mit den Buben.
Was hast Du auf der Streuobstwiese gelernt?“
Mathias: Den Baumschnitt im Frühjahr. Dabei habe ich gelernt, wie ich mit einer Säge umgehen und worauf ich achten muss. Erst haben wir am Boden geübt und später sogar auf der Leiter. Man kann nicht alle Äste irgendwo absägen, sondern nur an ganz bestimmten Stellen und man muss auch noch auf den Unfallschutz achtgeben.
Was hat Dir besonders gut gefallen?
Wolfgang: Die schönste Aktion im letzten Jahr war, als wir die Bienen ausgesetzt haben. Erst wollten sie nicht aus ihrem Bienenhaus herauskommen, aber dann summte und brummte es überall.
Dann sind die Bienen zu den ersten Blüten geflogen und haben Nektar.
Wie sah denn Eure Ernte im Herbst dann eigentlich aus?
Anian: Wir hatten so viel Äpfel geerntet, dass wir diese gar nicht alle aufessen konnten. Dann haben wir einige zur Obstverwertung nach Rohrdorf gebracht, um daraus Apfelsaft machen zu lassen. Dann haben wir gelernt, wie wir Äpfel einlagern können und wie wir daraus Gelee oder Kompott machen können. Super war auch die Honigernte.
Was sagen Deine Freunde dazu, wenn Du von der Streuobstwiese erzählst?
Mathias: Manche sagen super cool und toll, was Ihr da macht, andere sagen, das ist doch alles Quatsch: viel zu viel Arbeit für ein paar Äpfel und das bisschen Saft. Den kaufen meine Eltern doch viel einfacher im Supermarkt. Ein anderer Freund hat aber gesagt, dass er da auch mitmachen will und er ist auch gleich mitgekommen. Jetzt ist er voll dabei.
Interview: Volkhard Steffenhagen