Bad Endorf-Hirnsberg – Rund 28 Mosthersteller und Gäste trafen sich am 12. April im Gasthaus Hilger, Hirnsberg, zur Mostprämierung, die im Rhythmus von zwei Jahren von den beiden Gartenbauvereinen Prien und Umgebung und Hirnsberg-Pietzing veranstaltet wird. Mit 46 angestellten Mosten war die Prämierung wieder gut besucht. Bis aus den Landkreisen Traunstein und Altötting wurden edle Moste eingereicht. Das wurde bei der reichen und qualitativ guten Ernte im Herbst 2018 auch erwartet. Bewertet wurde nicht von einer Jury, sondern als Publikumsprämierung von den Anstellern und Gästen selbst. Das Besondere daran ist auch, dass die verdeckt ausgeschenkten Moste tischweise diskutiert und bewertet werden. Die Teilnehmer schätzen diese Art der Bewertung, weil damit voneinander gelernt werden kann.
So wurde gut zwei Stunden lang konzentriert geschnüffelt, geschwenkt und geschlürft, fachkundig diskutiert. Bewertet wurden die Moste nach Farbe und Klarheit, nach Geruch und nach Geschmack. Gegen 23 Uhr konnte schließlich Moderator Sepp Stein die goldenen, silbernen und bronzenen Gärspunde vergeben. Der Siegermost mit 29 von 44 möglichen Punkten kam von Thomas Ettenhuber aus Schechen. Weitere „Goldene Gärspunde“ wurden vergeben an Dr. Ludwig Scherr, Schechen, Konrad Möderl, Krinning, Klaus Ettenhuber, Schechen, Thomas Pummerer, Riedering, Alfred Fink, Kaps Michael Staber, Samerberg und Alois Willerer aus Dettendorf. Einige der „Goldenen“ Moste können in den folgenden Wochen im Gasthaus Hilger verkostet werden.
Ziel dieser Mostprämierung ist nach Aussage der veranstaltenden Gartenbauvereine, dass die landschaftsprägenden Streuobstgärten wieder eine wirtschaftliche Funktion bekommen.
Dass aus diesem Obst hervorragende Produkte gewonnen werden können, beweisen die Säfte der heimischen Keltereien, die edlen Brände der Obstbrenner. Auch Obstessig gehört zu diesen Produkten und neuerdings auch die Moste der heimischen Mostbauern.r