Aschau – „Der Zweite Bürgermeister der Gemeinde Aschau Max Pfaffinger muss seinen Hut nehmen und von seinem Ehrenamt zurücktreten“, forderte Gemeinderat Werner Runte (CSU) gleich am Anfang der letzten Aschauer Gemeinderatssitzung. „Durch sein Verhalten bei der Baumfällaktion an der Sporthalle (wir berichteten mehrfach) hat er sich für eine weitere Amtsführung disqualifiziert, er sollte endlich die Konsequenzen aus diesem Vorfall tragen“.
Wer solle in Aschau in Zukunft noch Gesetzestreue und rechtskonformes Verhalten einfordern, wenn schon der Zweite Bürgermeister den wiederholten Weisungen einer vorgesetzten Behörde nicht folge.
Es sei der Bevölkerung nicht zu vermitteln, dass sich der Zweite Bürgermeister als Forstarbeiter und ausgewiesener Holzfachmann über das Recht stelle und den dezidierten Weisungen des Landratsamtes keine Folge leiste.
Als Zweiter Bürgermeister sei er der Vertreter der Gemeinde Aschau bei den Fällarbeiten gewesen und hätte den Weisungen der Behörde unverzüglich Folge leisten müssen.
Bürgermeister Peter Solnar wies darauf hin, dass der Vorgang bei den entsprechenden Behörden in Bearbeitung sei und er vor der Klärung der Rechtslage nicht in ein laufendes Verfahren eingreife.
Bis zum Abschluss dieses Verfahrens werde er keine weiteren Maßnahmen durchführen oder Erklärungen abgeben. Der Zweite Bürgermeister Max Pfaffinger bleibe auch weiterhin im Amt.
Nach einer hitzigen Debatte zu der – außer dem Betroffenen selbst – fast alle etwas beitrugen, forderte Gemeinderätin Christiane Rabich-Pichler schließlich ultimativ den Schluss der Debatte. Das Gremium schloss sich dem Antrag mit zwölf gegen fünf Stimmen an und beendete die Diskussion. reh