Eggstätt – Einstimmig befürworteten die Eggstätter Gemeinderäte in ihrer jüngsten Sitzung den Planentwurf für den Ortsteil Bachham. Landschaftsarchitekt Peter Rubeck vom Planungsbüro Strasser stellte hierzu einen Entwurf für den 3,95 Hektar umfassenden Geltungsbereich vor.
Dieser soll die dörfliche Gemengelage, also Landwirtschaft, Wohnen und Gewerbe, sichern und mit der Sanierung und Aktivierung leerstehender Gebäude den dörflich geprägten Charakter des Ortsteils beleben.
Dabei gehe es, so der Planer weiter, um die Art und das Maß der baulichen Nutzung sowie um die zulässige Zahl der Wohnungen je Gebäude. So dürfe beispielsweise das Erdgeschoss der derzeit noch leerstehenden Säge nicht wohnlich genutzt werden. Landwirtschaft solle Landwirtschaft bleiben. Auf diese Weise sei eine Durchmischung garantiert.
Die Grünordnung sei ebenfalls sehr wichtig, deshalb seien im Plan der Bestand an Bäumen und Gehölz eingetragen. Neubauten sollten sich mit der Wandhöhe an die Umgebungsbebauung anpassen.
Da der Ortsteil Bachham in Teilbereichen im hochwassergefährdeten HQ100-Bereich (100 HQ dient als Bemessungsgrundlage für den Hochwasserschutz, also ein 100-jährliches Hochwasser, Anm. der Red.), sei ja bereits im Vorfeld eine hydraulische Begutachtung erfolgt.
Hierzu habe das Planungsbüro Aquasoli zwei Empfehlungen ausgesprochen: die Ertüchtigung des Fischweihers und die Renaturierung des Mühlbachs sowie eine Ausweitung der Durchlässe. Den Fischweiher zu ertüchtigen, bezeichnete Rubeck als aufwendig, weil dafür eine große Fläche nötig sei. Deswegen sei im Planentwurf der Hinweis auf eine Renaturierung des Bachs und eine Ausweitung der Durchlässe aufgenommen worden.
Aber auch das sei „eine sensible Geschichte“, denn dazu müsse man sich mit den Grundstückseigentümern abstimmen. Bestandsgebäude hätten Bestandsschutz, Neubauten müssten allerdings außerhalb der Überschwemmungszone angesiedelt werden, so der Fachmann.
Zweiter Bürgermeister Christian Glas (Freie Bürger) merkte hierzu an, dass es beim Fischweiher schon zweimal große Probleme nach Starkregen gegeben habe, und dass der Fischereiverein eine Entschlammung anstrebe. Hans Plank (CSU) regte eine Vergrößerung der Rohre an.
Rubeck erklärte, dass dies auch eine Variante sei. Mehrere Durchlässe seien aber im Unterhalt einfacher, und auf Behördenseite gebe es „eine Präferenz für Öffnungen.“
Da noch ein Baufenster offen steht, soll in einer der kommenden Sitzung weiter über den Entwurf beraten werden, so der abschließende Beschluss.