Rosenheim/Kufstein – Die Rosenheimer Bundespolizei hat eine Tunesierin und einen Österreicher ins Gefängnis gebracht. Beide waren von der Staatsanwaltschaft gesucht worden. Die Frau wurde in München, der Mann in Bernau in die jeweilige Haftanstalt eingeliefert. Dort werden sie voraussichtlich die kommenden Wochen bleiben müssen. Für die tunesische Staatsangehörige könnte es eventuell sogar noch einen „Aufschlag“ geben. Zunächst wurde die 28-Jährige in einem Regionalzug zwischen Kufstein und Rosenheim kontrolliert. Sie führte zwar einen gültigen tunesischen Reisepass mit, jedoch war ihre Aufenthaltserlaubnis für Italien abgelaufen. Über gültige Einreisepapiere für Deutschland verfügte die Frau nicht. Daher wurde sie beschuldigt, illegal einreisen zu wollen. Wegen unerlaubter Einreise hatte sie bereits im vergangenen Jahr einen Strafbefehl erhalten, die festgesetzte Geldstrafe aber nie beglichen. Da sie die geforderte Summe von 1400 Euro im Verlauf der Grenzkontrolle nicht begleichen konnte, musste sie in einer Münchner Haftanstalt ersatzweise eine 70-tägige Freiheitsstrafe antreten. Der Frau wird laut Untersuchungshaftbefehl des Amtsgerichts München ferner zur Last gelegt, sich in den vergangenen Jahren gleich mehrfach illegal in Deutschland aufgehalten zu haben. Auch einen österreichischen Staatsangehörigen lieferten die Rosenheimer Bundespolizisten in eine Haftanstalt ein. Er wurde zuvor in einem Reisebus auf der A8 nahe Irschenberg kontrolliert. Das Amtsgericht in München hatte gegen den gebürtigen Steiermärker einen Strafbefehl wegen Betrugs erlassen. Demnach hätte der 29-Jährige insgesamt rund 1300 Euro entrichten müssen. Da er den Betrag nicht zahlen konnte, blieb muss er ersatzweise für 40 Tage ins Bernauer Gefängnis gehen.