Viele Projekte abgeschlossen

von Redaktion

Leader-Aktionsgruppe „Chiemgauer Seenplatte“ fördert den Tourismus in der Region

Pittenhart/Bernau – Bei der Mitgliederversammlung der Regionalinitiative „Chiemgauer-Seenplatte“ im Rathaus Bernau berichteten der Vorsitzende Sepp Reithmeier und Leader-Aktionsgruppenmanager (LAG) Christian Fechter von einem erfolgreichen Jahr 2018 in der Leader-Region „Chiemgauer-Seenplatte“. Eine Reihe von Projekten sei abgeschlossen worden, weitere laufen.

Das Almeninformationssystem für den südlichen Chiemgau wurde der Öffentlichkeit präsentiert, der Musikprobenraum für die Blaskapelle Nußdorf eingeweiht, der Wanderparkplatz Westerbuchberg in der Gemeinde Übersee fertiggestellt, der Lehrpfad „Weg unserer Nahrung – Vom Korn zum Brot“ bei einer Filiale der Bad Endorfer Bäckerei Miedl angelegt.

Die Erlebniswelt „Biene“ am Hilgerhof bei Pittenhart wird am Sonntag, 23. Juni, mit einem Tag der Imkerei eröffnet. Das Museumsnetzwerk Chiemgau hat mit der Analyse der teilnehmenden Einrichtungen und Fortbildungen für Museumsmitarbeiter seine Arbeit aufgenommen. Das Deutsche Wanderinstitut hat eine Analyse des Wegenetzes im Chiemgau gemacht und seine Ergebnisse nun den Tourismusverbänden in der Gemeinde vorgelegt. Es geht um eine Zertifizierung als Premium-Wanderregion. Nun wählen die Gemeinden Maßnahmen aus, die sie umsetzen wollen. Weitere Konzepte zu Informations-und Serviceinfrastrukturen für den Radverkehr sind in Arbeit.

In Obing gibt es nun eine große Infotafel in der Nähe des Rathauses, die sich mit der Geschichte des Ortes befasst. Ähnliche Vorhaben im Rahmen des Gemeinschaftsprojekts „Ortsgeschichten der Chiemgauer Seenplatte“ sind in Amerang, Schonstett, Kienberg, Chieming und Frasdorf in Arbeit. Anschlussprojekte in weiteren Gemeinden seien in Vorbereitung, informierte LAG- Manager Fechter. Für das in Kooperation mit der Leader-Region „Chiemgauer Alpen“ durchgeführte Projekt „Römerregion Chiemsee“ wurde ein Konzept zur römischen Geschichte zügig fertiggestellt. Die ersten erarbeiteten Vorschläge sollen in den beteiligten Gemeinden noch in diesem Jahr umgesetzt werden. Ebenso befürwortet die Leader-Aktionsgruppe das Projekt „Seeoner Seerosenweg“. Hier wird an verschiedenen Stationen mit Informationstafeln entlang vorhandener Wege rund um den Klostersee die Historie und Natur Einheimischen und Touristen nahegebracht. Sobald die Förderzusage des Landwirtschaftsamtes Rosenheim vorliegt, sollen die Projekte starten. Mit dem Finanz- und Aktionsplan für das Jahr 2019 und einer neu justierten Zuordnung der Fördermittel wurden auf der Versammlung die Weichen für die Arbeit zur Regionalentwicklung gestellt.

Das Förderprojekt „Leader“ der Europäischen Union

„Leader“ ist eine Abkürzung der französischen Begriffe: Liaison entre les actions de développement de l’économie rurale – zu deutsch: Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft. Mit dem EU-Förderprogramm werden innovative Projekte im ländlichen Raum gefördert. Das bayerische Landwirtschaftsministerium bezeichnet „Leader“ als „Erfolgsgeschichte für die Entwicklung ländlicher Regionen in Bayern“. Im Mittelpunkt stehen sogenannte lokale Aktionsgruppen, die aus kommunalen, wirtschaftlichen und sozial engagierten Akteuren in der Region bestehen. ki

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