Pittenhart – Viele Versicherte waren zur Generalversammlung des Pittenharter Brandversicherungsvereins gekommen, um sich über das Vereinsgeschehen zu informieren. Vorsitzender Sebastian Stöcklhuber berichtete, dass im vergangenen Jahr zwei große Vorstandssitzungen stattfanden, bei denen gemeinsam mit den Obmännern Probleme und Schadensfälle besprochen wurden. Man habe sich vor allem um die Zukunft Gedanken zu den anstehenden Erhöhungen in der Mobiliar- sowie der Traktorenversicherung gemacht. Stöcklhuber wies darauf hin, dass die Auszahlung bei Brandschäden 100 Prozent und bei Überspannungsschäden 70 Prozent betrage. Wenn die Versicherungssumme hoch genug sei, können bis zu zehn Prozent der Schadenssumme für Entsorgungskosten und bei Betriebsstörungen ebenfalls zehn Prozent übernommen werden. Hier sei es aber wichtig, dass keine Unterversicherung vorliege.
Die Versicherungssumme bei der Mobiliarversicherung wurde von 600000 auf 800000 Euro angehoben. Stöcklhuber machte deutlich, dass es etwa 15 bis 20 Betriebe gebe, bei denen man bei der Mobiliarversicherung an die maximale Versicherungssumme herankommt.
Um diese Betriebe weiterhin voll versichern zu können, müsse die Summe erhöht werden. Sein Antrag wurde einstimmig angenommen. Auch Melkroboter könnten in die Mobiliarversicherung aufgenommen werden, wenn die Gesamtsumme nicht überschritten werde. Die Beiträge belaufen sich in der Mobiliarversicherung auf einen Euro und bei der Traktorenversicherung auf drei Euro pro Tausend Euro Versicherungssumme. Die Gesamtversicherungssumme hat sich erhöht und beträgt aktuell 163 Millionen Euro.
Aktuell hat der Pittenharter Brandversicherungsverein 1047 Mitglieder. Die Anzahl der Viehversicherungen ist um sieben Mitglieder auf 342 zurückgegangen. Versichert sind mit 784 Traktoren elf mehr als im Vorjahr. Im Jahr 2018 gab es 15 Schäden in der Mobiliarversicherung. Bei der Traktoren- und Viehversicherung gab es keine Schäden. Stöcklhuber berichtete über mehrere Werkstattbrände. Bei der Aufnahme stellte sich heraus, dass die Schäden durch die verwendeten Pulverlöscher sehr hoch sind. Die Säuberung der mit Pulver verunreinigten Kleingeräte rechne sich meist nicht. Weiter kam es zu vielen Überspannungsschäden.
Stöcklhuber appellierte an die Versicherten, dass sie ihre Versicherungssummen stets prüfen und anpassen sollen, denn nur bei ausreichender Versicherungssumme könne eine volle Entschädigung geleistet werden. Die Ortsobmänner haben Wertermittlungslisten zur Hand, die den Versicherten zur Überprüfung und Ermittlung der Versicherungssumme helfen. Stöcklhuber wies die Versammlungsteilnehmer darauf hin, dass Brandschäden sofort gemeldet und besichtigt werden müssen. Andere Schäden müssen innerhalb von drei Tagen gemeldet werden. Viehschäden sind vor dem Abtransport des Tieres zu melden.hpi