Mit Maria kreuz und quer unterwegs

von Redaktion

Auf einem neuen Pilgerweg zu Ehren Mariens ist ab Juni eine grenzüberschreitende, spirituelle Verbindung möglich. Auf etwa 250 Kilometern zwischen Bayern und Tirol kann man zu sich selbst finden. „Faszinierend“, so Euregio-Präsident Professor Walter J. Mayr im Gespräch mit den OVB-Heimatzeitungen.

Herr Professor Mayr, was kommt denn auf den Marienweg-Pilger zu?

Insgesamt habe ich fünf verschiedene EuregioMarien-Wege zwischen einer Länge von 87 Kilometern bis 250 Kilometern angelegt, die von Kufstein aus durch die Landkreise Miesbach, Rosenheim, Traunstein, die Stadt Rosenheim, den Salzburger Pinzgau und die Bezirke Kitzbühel und Kufstein wieder an den Ausgangspunkt, den Marienbrunnen in Kufstein, führen.

Woran haben Sie sich bei der Auswahl der Wege orientiert?

Bekannte Wallfahrtsorte, wie Tuntenhausen, Maria Eck, Maria Kirchental, Maria Klobenstein, Mariatal, Maria Birkenstein und Mariastein werden seit Jahrhunderten von Pilgern aus Oberbayern, Salzburg und Tirol grenzüberschreitend, buchstäblich kreuz und quer besucht. Die Euregio-Marien-Wege verbinden auf bekannten und neuen Wegen diese Wallfahrtsorte.

Es geht beim Pilgern vor allem um das innere Erleben. Ein Mittel hierzu ist das Wandern in dieser herrlichen Landschaft.

Pilgern ist eine Begegnung von Menschen und Landschaften in einer abwechslungsreichen Natur mit einer atemberaubenden Kulisse, die das Begehen der Wege zu einem großen Erlebnis macht und wirklich ein „Zu-Sich-Kommen“ ermöglicht. Das kommt sowohl Einheimischen aber auch Urlaubern zugute, die in Ruhe unsere Natur erleben wollen.

Wer Ihnen zuhört, spürt förmlich die Begeisterung für diese neuen Euregio-Marien-Wege.

Das stimmt. Ich komme ja aus Traunstein. Ein Leben lang hat mich unsere heimisch e Bergwelt begeistert. Diese Freude über die Schönheit der Natur fließt auch in den Pilgerführer ein. Ganz klar.

Wann ist dieser erhältlich?

Der erste Pilgerführer für den Euregio-Marien-Weg erscheint in den nächsten 14 Tagen. Laufend erfolgt in Kürze die Kennzeichnung der Wege mit den bekannten gelben Wegmarken in Zusammenarbeit mit den Tourismusverbänden und Gemeinden. Die Erstausgabe ist kostenlos und wird an die Gemeinden und Tourismusverbände verteilt. Bis Ende des Jahres 2019 sollen alle Wege fertig und im Internet vertreten sein. Es wird auch einen Pilgerausweis geben.Interview: Eva-Maria Gruber

Europa fördert „Maria be-weg-t“

Das Projekt des Vereins „Euregio-Marien-Wege Maria be-weg-t“ mit bayerischen und Tiroler Mitgliedern wird aus dem Interreg-Programm der Europäischen Union gefördert. Insgesamt sind für Konzeption und Umsetzung rund 11000 Euro veranschlagt.

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