Stephanskirchen – Erst nachdem sie eine Weile über die Größe, Ausbaufähigkeit, Nachhaltigkeit einer Nahwärmeversorgung und eines Medienzentrums im Bereich Hoffeldstraße/Tulpenweg diskutiert hatten, beschlossen die Gemeinderäte, den Tagesordnungspunkt zu trennen. Denn das Medienzentrum der Komro erwies sich als Verteileranlage für den Breitbandausbau. Dagegen hatte der Gemeinderat nichts, stimmte dem acht mal vier Meter großen Gebäude einmütig zu.
Die Innergie GmbH möchte im gleichen Gebiet eine Nahwärmeversorgung aufbauen. In einem ersten Schritt sollen die Wohngebäude, die jetzt am Tulpenweg entstehen werden, angeschlossen werden, weitere Neubauten und die Nachbarschaft könnten ebenfalls eingebunden werden. Theoretisch könnten auch Grundschule, Feuerwehr und Rathaus angehängt werden, allerdings haben Schule und Rathaus erst vor wenigen Jahren neue Heizungen bekommen, so dass die Nahwärme eher ein langfristiges Projekt wäre. Platzbedarf: Zwei Fertiggaragen plus Wasserspeicher. Platz dafür wäre auf einem Grundstück der Gemeinde.
Der eingeladene Fachmann war nicht in der Sitzung, so dass die Fragen einiger Ratsmitglieder nicht ausführlich beantwortet werden konnten. Klar wurde, dass auf Immobilienkäufer dort weniger Folgekosten für die Heizung zukämen und dass die Anlage so gebaut wird, dass auch später noch Nutzer angeschlossen werden können. Es blieben aber letztlich zu viele Fragen offen, so dass sich der Rat einstimmig entschied, den Punkt zu vertagen. syl