Samerberg – Was kann eine einzelne Gemeinde für den Artenschutz tun? Mit dieser Frage hat sich der Samerberger Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung beschäftigt. Ein Bürgerantrag zum Thema „Artenvielfalt in der Kommune“ fordert Blühstreifen und Blühflächen auf kommunalen Flächen. Darüber hinaus soll die Gemeinde ein Bündel an Maßnahmen zum Schutz von Insekten ergreifen.
99 Bürger hatten den Antrag unterschrieben, erklärte Bürgermeister Georg Huber im Gemeinderat. Nach erster Prüfung sei der Antrag zulässig. Inhaltlich wolle man sich in Kürze erneut mit dem Thema beschäftigen.
Ähnlich wie beim Volksbegehren wünschen sich die Gemeinderäte einen runden Tisch mit den Beteiligten vom Bauhof, der Verwaltung, den Landwirten und Fachleuten aus dem Naturschutzbereich, um die passenden Vorschläge für die gemeindlichen Flächen zu erarbeiten. „Vieles aus den Forderungen entspricht ja bereits jetzt der guten fachlichen Praxis“, ergänzte der Bürgermeister.
Derzeit werde das gemeindliche Ökokonto aktualisiert und die Arbeit als Ökomodell-Region aufgenommen. Hier werde man durch Fachleute beraten. Grundsätzlich seien aber auch die Flächen der Gemeinde begrenzt, hieß es im Rat. Der Erhalt und die Förderung der Artenvielfalt sei daher vielmehr auch eine Aufgabe jedes einzelnen Bürgers, so der Kommentar der Gemeinderäte.