Frasdorf – Aufgeregt und erfreut war Minna Malterer in Frasdorf-Ginnerting über den Besuch von Bürgermeisterin Marianne Steindlmüller und Resi Hilger vom Frasdorfer Pfarrgemeinderat zu ihrem 90. Geburtstag. „Schön Bürgermeisterin, dich einmal hier bei mir im Haus empfangen zu können“, begrüßte die Jubilarin das Gemeindeoberhaupt.
Im Jahr 1929 in Nußdorf am Inn geboren, ging Minna Malterer in die dortige Volksschule und ein paar Jahre auf die Klosterschule in Oberaudorf. Nach der Theorie in der Schule kam die Praxis auf dem großen Einödhof in Eiblwies. Hier lernte sie kochen, arbeitete in der Küche und in der Hauswirtschaft. Sie versorgte 13 Personen, die auf dem großen Hof arbeiteten.
In Eiblwies lernte sie auch ihren späteren Mann Ernst kennen, der sich zunächst für die Arbeit auf dem Hof, aber bald nur noch für das Mädchen in der Küche interessierte. 1958 heirateten die beiden und zogen nach Frasdorf. Hier bauten sie sich ein Haus in Ginnerting mit einem unverbaubaren Blick auf das nahe Gebirge. Hier im Haus wuchs ihr Sohn Norbert auf.
Mittlerweile gehören zwei Enkel und zwei Urenkel zum Familienverbund, der am Wochenende mit der Urgroßmutter den 90. Geburtstag feierte. Nach dem Tod ihres Mannes vor vier Jahren, der einen Tag jünger war als sie, zog sie sich in den Familienkreis zurück.
Zeitlebens machte Minna Malterer zusammen mit ihrem Mann sehr gerne große Fahrradtouren. Beide ließen sich zum Beispiel ins Ötztal oder nach Passau bringen und fuhren dann mit dem Radl wieder heim. Große Freude hatte sie stets an ihrem Garten, der bestens gepflegt war und an den Gästen aus ganz Deutschland, die jeden Sommer das Haus bevölkerten. Viele kamen immer wieder und gehörten praktisch schon zum Haus, und viele riefen zu ihrem Ehrentag an und gratulierten. reh