Karfreitkaserne: Ortsbild geprägt

von Redaktion

In ehemaliger Pater-Rupert-Kapelle wird an Geschichte der Karfreitkaserne erinnert

Brannenburg – Ein Ort des Gedenkens, aber auch ein Baustein der Verbindung von Brannenburg zur slowenischen Gemeinde Kobarid – das soll der Infopunkt zur Geschichte der Karfreitkaserne sein, der jetzt feierlich eingeweiht wurde.

Neben mehreren slowenischen Gästen waren dabei auch Abordnungen der Veteranenvereine Flintsbach-Degerndorf, Brannenburg, Nußdorf, Großholzhausen und Litzldorf sowie der Gebirgsschützenkompanie Flintsbach vertreten. Zudem nahm ein Ehrenzug der Bundeswehr aus Ingolstadt an der Veranstaltung teil.

Auch ein

Hospital

Oberst a.D. Manfred Benkel, der zusammen mit Hans Vogt rund ein Jahr an der Realisierung des Info-Punktes gearbeitet hatte, erinnerte an die Geschichte der Karfreitkaserne und der stationierten Soldaten, die fast 75 Jahre lang das Ortsbild und das Leben in der Garnison prägten. Nach den Gebirgsjägern, die 1936 einzogen, wurde die Kaserne im Zweiten Weltkrieg als Zentralersatzteillager und Auffrischungsstandort für abgekämpfte Truppen benutzt. Unter amerikanischer Besatzung folgten die Nutzung als Hospital sowie als Unterkunft für die Ordnungspolizei und von Sanitätseinheiten. Ab 1956 kamen Sanitätseinheiten der Bundeswehr und ab 1957 insgesamt rund 25000 Pioniere nach Brannenburg, die vielfältige Hilfe bei Einsätzen im In- und Ausland leisteten.

Die enge Verbundenheit mit Brannenburg wurde bei zahlreichen Gelegenheiten unter Beweis gestellt, unterstrich Manfred Benkel.

Die kirchliche Einweihung des Infopunkts, der von 1988 bis 2009 als Kapelle dem seligen Pater Rupert Mayer geweiht war, übernahmen Pfarrer Helmut Kraus und Vikarin Anne-Katrin Streeck. Auch sie forderten dazu auf, den Info-Punkt bewusst als „Denk-Mal“ wahrzunehmen. Bürgermeister Matthias Jokisch richtete den Blick in die Zukunft und regte an, die Kontakte mit der slowenischen Gemeinde Kobarid (Karfreit) immer wieder neu zu knüpfen und auszubauen, um gemeinsam Wege des Friedens zu gehen. Kobarids Bürgermeister Marko Matajurc bekräftigte die Verbundenheit mit Brannenburg, die in den letzten Jahren neu belebt wurde. Das Zusammenwachsen Europas sei eine große Zivilisationsleistung und durchaus keine Selbstverständlichkeit, unterstrich auch die slowenische Generalkonsulin in München, Dragica Urtelj, in ihrem Grußwort.

Für die musikalische Umrahmung sorgten Mitglieder der Musikkapelle Brannenburg.

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