Flintsbach – Der Text sitzt, die Kostüme werden mit den letzten Details ergänzt, die Bühnenbilder fertiggestellt und an Licht und Technik werden die endgültigen Einstellungen vorgenommen – jetzt kann es losgehen. Alle Mitwirkenden vor und hinter der Bühne erwarten gespannt die Premiere.
Aktualisieren und ins Bayerische übersetzen
„Herr Fuchs und sein Diener Zeck“ ist ein temporeiches, komödiantisches Schelmenstück. Es basiert auf Ben Jonsons Klassiker „Volpone“. Die 1605 im Londoner Globe Theatre erstmals aufgeführte Urfassung dient der Flintsbacher Version als Vorlage, die Peter Astner und Dr. Frederike Euler bearbeitet haben. Hilfreich waren hier auch mehrere deutsche Übersetzungen von Ludwig Tieck und Stefan Zwerg, so Astner. Da nichts davon eins zu eins übernommen werden konnte, musste um- und neugeschrieben werden und alles noch in sprechbares Bayerisch übersetzt werden.
„Volpone, or the fox“ („Volpone oder der Fuchs) hat sich inner- und außerhalb Englands als meistgespieltes, repertoirefähiges Bühnenstück des englischen Autors Ben Jonson behauptet.
Jonson gilt neben seinem Konkurrenten Shakespeare als bekanntester englischer Autor und Dramaturg seiner Zeit. Er verfasste zahlreiche gesellschaftskritische Komödien, von denen „Volpone“ die erfolgreichste war.
Das Stück ist ein Paradebeispiel einer satirischen Sittenkomödie, in der menschliche Laster kunstvoll übersteigert werden, um der Gesellschaft einen Spiegel vorzuhalten. Die virtuos konstruierte Handlung wurde nach München in die Zeit der Regentschaft Ludwig I. verlegt.
Der vermögende Edelmann Herr „von Fuchs“ versucht sich zu bereichern, indem er sich sterbenskrank stellt. Bald schon erscheint eine ganze Reihe gewinnsüchtiger Mitmenschen, die darauf spekulieren von ihm als Erben eingesetzt zu werden. Mithilfe seines verschlagenen Dieners „Zeck“ gehen alle dem Betrug auf dem Leim und überhäufen den vermeintlich Kranken mit Geschenken. Schließlich lässt sich die gesamte Stadtgesellschaft vom guten Ruf des „ehrenwerten“ Herrn von Fuchs täuschen. Doch wer sich in seiner Selbstsucht möglicherweise verkalkuliert hat, und wie diese Posse nach haarsträubenden Verwicklungen endet, kommt in einem rasanten Showdown ans Licht…
Premiere ist am 15. Juni. Gespielt wird dann den ganzen Sommer hindurch bis zum 18. August im Theaterhaus in Flintsbach.