Wo die neue Schule hin könnte

von Redaktion

Bad Endorf bereitet sich auf Bürgerentscheid vor – Bürgerwerkstatt am 24. Juni

Bad Endorf – Die Bürger Bad Endorfs stehen vor einer wichtigen Weichenstellung. In einem Bürgerentscheid, der am 21. Juli per Briefwahl durchgeführt wird, werden sie nicht nur über den Standort des Schulneubaus der Grundschule entscheiden. Es geht bei der Frage, ob die neue Schule – wie von der Gemeinde geplant – im Bereich der Mittelschule gebaut, oder ob dafür ein Areal in der Ortsmitte gesucht werden soll.

Und es geht um noch mehr: Die Entscheidung hat Einfluss auf die gesamte künftige Ortsplanung in Bad Endorf. Denn von ihr hängt es ab von welchen Rahmenbedingungen – Bebauung, Parkplatzsituation, Verkehr – man bei der Gestaltung der neuen Mitte Bad Endorfs ausgehen kann.

Deshalb richtet die Gemeinde eine Bürgerwerkstatt aus, die am Montag, den 24. Juni ab 19.30 Uhr im Kultursaal der Chiemgauthermen stattfindet. Es wird nicht nur der Planungsentwurf für die Schullandschaft an der Hans-Kögl-Straße noch einmal vorgestellt werden. Die Planer werden auch ihre Machbarkeitsstudie zu einem Alternativstandort in der Ortsmitte erläutern. Die Standorte werden dabei nicht nur isoliert gesehen, sondern auch im Verbund mit dem „Masterplan Bahnhofstraße – Neue Mitte“. Dieser ist ein wesentlicher Bestandteil des Ortsentwicklungsprogramms, mit dem die Gemeinde sich ein neues Gesicht geben will.

Auch die Frage der Schulwegsicherheit wird ein Thema in der Bürgerwerkstatt sein, zu der die Gemeinde auch die Vertreter der Bürgerinitiative eingeladen hat, die das Bürgerbegehren zum Schulstandort angestoßen hatte. Vorabinformationen zur Planung der Schullandschaft, zur Machbarkeitsstudie wie auch zum Masterplan sind auf der Homepage der Marktgemeinde zu finden.

Die Sicherheit der Bad Endorfer Schulwege war dieser Tage auch Gegenstand einer Ortsbegehung. Martin Mühlnickel als Projektleiter, Bürgermeisterin Doris Laban, Wolfgang Schlemer von der Polizei und Vertreter aus allen Fraktionen des Gemeinderats und der Verwaltung waren dabei. Start der Begehung war an der Grundschule.

Längere Grünphase

für Fußgänger

Die Teilnehmer gingen über die Schulstraße und Friedhofstraße entlang zum Kirchplatz, weiter zum Ampelübergang in die Wasserburgerstraße. Die Gruppe machte dann einen Abstecher in die Kreuzstraße bis vor zur Traunsteiner Straße, zurück zur Wasserburgerstraße und an der Kreuzung mit Landinger Straße bis zur Mittelschule.

Der Augenmerk galt dabei der Beschilderung, Bodenunebenheiten als Stolperfallen, die kurze Schaltzeit der Ampel, der Zebrastreifen an der Traunsteiner Straße und die Einmündung in die Kreuzstraße hinsichtlich Fahrgeschwindigkeiten und Verkehrsaufkommen. Angeschaut wurden auch die Gehwege in allgenmeinen und die im Gehbereiche hineinragende Bepflanzung.

Bei der Abschlussbesprechung in der Mittelschule stellte Martin Mühlnickel vor, wie eine Schulwegplanung aussehen kann. Er wies darauf hin, dass ein Miteinander von Schule, Eltern und Gemeinde sehr wichtig sei. „Eine Verbesserung der Schulwegsicherheit an den Gefahrstellen ist als gesonderte Aufgabe der Gemeinde zu betrachten“, erklärte der Projektleiter. „Erstes Ergebnis ist, das wir umgehend die Verlängerung der Grünphase für Fußgänger an der Rosenheimer Straße beantragen.“

Ein weiterer Schwerpunkt sei die Kreuzung an der Landinger Straße. Dort soll die Geländeführung so gestaltet werden, dass Fußgänger die die Wasserburger Straße nur noch an der Ampel überqueren können. Außerdem sollten auf den Zubringern zur Schule mehr Geschwindigkeitsüberwachungen stattfinden. jt/amf

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