Pittenhart – „Ich glaube, das Ergebnis spricht für sich“, sagte CSU-Ortsvorsitzender Philipp Spiel an den amtierenden Bürgermeister Josef Reithmeier (CSU) gerichtet. Einstimmig haben die Pittenharter CSU-Mitglieder Reithmeier zum Bürgermeisterkandidaten für die Kommunalwahl im Frühjahr 2020 gewählt. Für die Nominierung hatte sich die Pittenharter CSU im Kirchenwirt getroffen.
Vor dem Wahlgang hatte Spiel angekündigt, mit der Veranstaltung den Kommunalwahlkampf einzuleiten. Bisher seien der Bürgermeisterkandidat und die CSU-Liste in einer Veranstaltung gewählt worden. Heuer habe man die Wahl zum Bürgermeisterkandidaten aber vorgezogen. „Wir wollen von Anfang an klar machen, mit wem wir die Wahl bestreiten wollen.“
Und noch etwas ist heuer anders: Nur die Mitglieder des CSU-Ortsvereins durften ihre Stimme abgeben. Eine offene Nominierung sei anfechtbar, habe man von den Fachleuten aus der Parteizentrale in München erfahren. In einem Rückblick schaute Reithmeier auf die vergangenen fünf Jahre seiner Zeit als Bürgermeister zurück. Die erst kürzlich vorgenommene Kita-Einweihung helfe, die Kinder vor Ort zu versorgen. Ähnlich sei es mit der Sport- und Freizeitanlage. „Es gab ein paar Ängste, eine so große Anlage zu bauen“, so Reithmeier. Der Erfolg gebe ihm und dem Gemeinderat aber zu 100 Prozent recht.
Sinnvoll sei es auch gewesen, das Baugebiet Hinzinger Länder zu erweitern. Der Bürgermeister sagte aber auch, die Genehmigungsverfahren würden immer schwieriger. Große Maßnahmen in Sachen Hochwasser zu stemmen, sei schwierig. „An den kleinen sind wir dran.“
Er sprach sich gegen den „Schmarrn mit den Ökolandflächen“ aus. Das sollte man anders lösen. Dennoch fungiere Pittenhart als Modellgemeinde für den Landkreis. Reithmeier stellte heraus, dass sein Engagement dazu beigetragen habe, dass die beiden Gaststätten Kirchenwirt und „Alte Zollstation“ erhalten bleiben. „Der Kirchenwirt war sehr gefährdet“, sagte der Bürgermeister. Jetzt habe man eine funktionierende Gaststätte. Bei der „Alten Zollstation“ habe man sich gewünscht, dass im Zuge der Umbauten ein Gemeindesaal entsteht. Das sei nun leider nicht möglich gewesen.
In der nächsten Amtsperiode als Bürgermeister möchte er – wenn er die Wahl gewinnt – das Thema Nahversorgung anpacken. Auch Leben und Wohnen im Alter im vertrauten sozialen Umfeld sei wichtig. Die Schule müsse erhalten werden. Schulleiter Thomas Duxner habe Reithmeier gesagt, dass der Schulstandort zurzeit nicht gefährdet sei.
Handlungsbedarf beim Bauhof
Man müsse sich Gedanken über die Feuerwehr machen. Die Standortfrage müsse diskutiert werden. Beim Bauhof gebe es Handlungsbedarf. Schließlich gebe es den Punkt „Radwegebau“. Nach Amerang könnte bald ein Lückenschluss gelingen.
Abschließend sagte Reithmeier: „Den Wahlkampf müssen wir jetzt schaffen.“ Den Weg müssten aber alle miteinander gehen. Das Wort Wahlkampf finde er deshalb kritisch. „Ich möchte keinen aggressiven Wahlkampf, nur eine sachliche Diskussion. Das Wort Wahlkampf werde ich fast nie gebrauchen.“