Nachruf

von Redaktion

Neubeuern – Eine große Trauergemeinschaft fand sich am Friedhof von Altenbeuern zusammen, um Lisbeth Ametsbichler – oder wie sie genannt wurde, „de Amin“ – das letzte Geleit zu geben. Vor wenigen Wochen war sie im Arbeitseinsatz als Bedienung beim Dorfwirt noch helfende Kraft. Tatkraft und Lebensmut prägten sie, Ehemann, drei Kinder, acht Enkel und zwei Urenkel forderten sie. Mitarbeit auf dem kleinen Familienanwesen in „Dounhausen“, Arbeitseinsätze in landwirtschaftlichen Betrieben führten sie in das Arbeitsleben. Erste Einsätze als Bedienung fand sie Anfang der 60er-Jahre im Burgdacherl in Neubeuern und dann rund 50 Jahre beim Dorfwirt in Altenbeuern.

Fritz Vornberger, der Dorfwirt, dankte für das Vertrauen in der langjährigen Tätigkeit, das mehr war als nur ein Arbeitsverhältnis. Nach einer Erkrankung vor rund 20 Jahren nahm sie sich etwas zurück, war aber immer da, in der Wirtschaft, im Verkaufsladen und auch im Schlachthaus, „wenn’s brennt hat“.

Ungezählt sind die Arbeitseinsätze bei Festlichkeiten in den Festzelten und in der Beurer Halle. Und wenn sie freundlich, aber doch bestimmt sagte: „Nix gibt’s mehr, jetzt geh’ ma hoam“, dann wusste auch der letzte Gast, dieses Wort ist Gebot. Sohn Georg blickte in bewegten Worten auf den Lebensweg der Familie. In der kirchlichen Dorfgemeinschaft war die Verstorbene ein aufrechtes Mitglied. Pfarrer Christoph Rudolph sprach die Gebete. Viele Ausflugsfahrten mit Senioren, Freunden und dem „Diestl-Clan“ wurden von ihr organisiert. Die Musikanten, Fahnenabordnungen der Frauengemeinschaft und des Trachtenvereins Immergrün geleiteten den Sarg zur letzten Ruhestätte. Bedienungsschürze und Geldtasche wurden mit auf den Weg gegeben.

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