Neues Konzept bei Oldtimer-Rallye

von Redaktion

„Mangfall Classic“: Ausrichter AMC Bad Aibling zieht zufrieden Bilanz

Maxlrain – Ein neues Konzept kam dabei bei der 18. „Mangfall Classic“ zum Tragen, das auch die Wünsche der Oldtimer-Fahrer berücksichtigte: keine Zeitkontrollen, keine versteckten Abzweigungen und auch keine anspruchsvollen Wertungsprüfungen.

Dafür konnten die Teams – zugelassen waren Fahrzeuge bis Baujahr 1989 – die reizvolle Voralpenlandschaft genießen. Die malerische, 210 Kilometer lange Route führte von Maxlrain aus in westlicher Richtung über Bad Tölz, den Walchensee bis Penzberg.

Bei der nachgeholten Rallye, der „kleinen Schwester“ der in drei Wochen stattfindenden „ADAC Bavaria Historic Rallye“, starteten 59 Teams in Maxlrain.

Durchgangskontrolle und Bildersuche

Eine reine Oldtimer-Spazierfahrt war die Rallye beileibe nicht: Neben den Durchgangskontrollen (mit Auto- und Rallye-Fragen) bewältigten die Teams auf dem Streckenabschnitt zwischen Au und Niklasreuth eine Bildersuche.

Zudem absolvierten sie auf der AMC-Kartbahn im Aiblinger Sportpark eine Gleichmäßigkeitsprüfung, durch eine Lichtschranke gesteuert, und eine zentimetergenaue Abstandsmessung.

Fahrzeuge mit

Baujahr 1936

Am Start waren unter anderem ein „Lagonda LM 45“ und ein „BMW 319“ als älteste Fahrzeuge mit Baujahr 1936, ein Opel „Kapitän“ aus dem Jahr 1959 und ein „Oldsmobile Super 88“ aus dem Jahr 1956. Als echte Seltenheit konnten die Besucher auch einen „Rometsch Lawrence“ aus dem Jahr 1958 bewundern. Bei diesem Fahrzeugtyp handelt es sich um einen umgebauten VW-Käfer mit einer 15 Zentimeter niedrigeren Karosserie, von dem zwischen 1957 und 1961 nur rund 90 Stück hergestellt wurden.

Mit viel Fachwissen stellte Helmut Helmberger die Fahrzeuge aus über 50 Jahren Automobilgeschichte am Start vor, den Tom Apel im Minutentakt abwinkte. Von Stephanie Vorleitner und Julia Zäch (Chiemsee-Alpenland Tourismus) erhielten die Fahrer noch zusätzliche Informationen ausgehändigt.

Ausgerichtet wurde die „Mangfall Classic“ vom AMC Bad Aibling, dessen Vorsitzender Emil Mathe auch als Fahrtleiter fungierte. Ausgearbeitet hatten Uli Nowak und Franz Lengauer die Rallye-Strecke. Die Siegerehrung fand im „Maxlrainer Bräustüberl“ statt.

Den Gesamtsieg holte sich die Mannschaft Thomas und Lucia Kuttendreier (Porsche 912) vor Manfred und Barbara Schreiner (VW 1303 Cabrio) und dem Damen-Gespann Sarah und Julia Kuttendreier (Ford Mustang Fastback).

„Das neue Konzept hat sich bewährt“, meinte der rundum zufriedene Rennleiter Emil Mathe gegenüber unserer Zeitung und verwies auf „weniger Zeitmessungen und dafür mehr touristische Aufgaben“. Lob gab es für die Organisatoren von allen Seiten.

Neben Kurdirektor Thomas Jahn urteilte ein Fahrer der „Mangfall Classic“, der schon an zahlreichen Oldtimerveranstaltungen teilgenommen hat: „Es war meine schönste Oldtimer-Ausfahrt.“

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