Philip Egger, MA, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bereich Energiewirtschaft an der FH Kufstein.
Herr Egger, warum wurde das Projekt genau jetzt angestoßen?
Der „Erler Wind“ ist seit jeher ein bekanntes Windphänomen, das von den Anwohnern deutlich wahrgenommen wird. Bisherige Untersuchungen blieben jedoch aufgrund unzureichender Datenqualität ergebnislos. Die FH Kufstein will mit diesem Forschungsprojekt nun erstmalig die Charakteristik und Ausprägung dieses Windphänomens aufzeigen, um daraus die zentrale Frage zu beantworten, ob der „Erler Wind“ für eine energetische Nutzung geeignet ist. Gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Klima- und Energieziele ist die Erhebung der heimischen Energieressourcen aktueller denn je.
Was ist das Einzigartige am Erler Wind?
Das Einzigartige am Erler Wind sind die für den Voralpenraum außergewöhnlich hohen Windgeschwindigkeiten, hervorgerufen durch die Topografie des Inntals. Der Erler Wind könnte dadurch der erste Schritt in Richtung Windkraftnutzung in Tirol sein.
Wind ist grenzenlos. Wird das Projekt auch auf Bayern ausgeweitet?
Der Untersuchungsraum des gesamten Projektes beschränkt sich nur auf die österreichische Seite. Es hat aber bereits erste Sondierungsgespräche über die Ausweitung der Messungen auf bayerischer Seite gegeben.
Interview: Eva-Maria Gruber