Zum Artikel „Korridorkinder erschweren Kalkulation“ im Lokalteil:
„Korridorkinder“ halte ich für ein beschämendes Schimpfwort für unsere jüngsten Mitbürger! Das sich abzeichnende, nicht ausreichende Angebot der Kindergartenplätze in Frasdorf gegenüber dem tatsächlichen Bedarf hat zwei Hauptursachen. Der eine Punkt sind die überzogenen Vorgaben aus der Politik. Ein 100-Prozent-Angebot ist nicht nur sehr teuer, sondern im Sinne einer freien Entscheidung der Eltern über den Erziehungsweg ihres Kindes nicht unterzubewerten. Ich sehe bei sachlicher Betrachtung erhebliche freie Kapazitäten. Man muss einer Erziehung durch die Eltern und durch die Familie ihren natürlichen, seit jeher angestammten Platz einräumen. So hat Russland unter die Putin die Erziehung zum „Sowjetmenschen“ aufgegeben und die Kinderkrippe abgeschafft. Die Kindererziehung liegt bis zum dritten Lebensjahr bei den Eltern. Der zweite Punkt, dass es in der Gemeinde Frasdorf keine Möglichkeit für einen weiteren Standort gibt, ist schlichtweg falsch! Bei der Gesprächsrunde am 12. Dezember 2018 mit Bürgermeisterin Steindlmüller in Umrathshausen forderte ich, bei einer erweiterten Planung das ehemalige Schulgebäude in Umrathshausen zu berücksichtigen. Folgende Punkte sprechen klar dafür: Ideale Lage im Ort; sehr großes Grundstück über 2000 Quadratmeter; sehr kurze Wege für die Bürger aus den Ortsteilen Umrathshausen, Leitenberg und Umgebung. Dass solche Lösungen funktionieren, beweisen die Gemeinden Bernau mit Hittenkirchen, Rimsting mit Greimharting und Bad Endorf mit Stephanskirchen. Das Verhalten von Bürgermeisterin und den örtlichen Gemeinderäten ist eine Zumutung für alle Gemeindebürger, insbesondere für unsere Nachkommen, diese sogenannten „Korridorkinder“.
Josef Stein
Frasdorf