Tolle Landfrauen und zahmer Kaiser

von Redaktion

In Sachrang gab es Grund zu Feiern: Drei Vereins-Geburtstage und die Verleihung des Sachrang-Preises an „Bauernland&Bauersleut“.

Aschau-Sachrang – „Dreimal zehn Jahre jung“ – unter diesem Motto feierten vor der Kulisse des Zahmen Kaisers bei Kaiserwetter „Lebendiges Sachrang“, „Sachrang Stiftung“ und „Bauernland und Bauersleut“ begleitet von der „Frasdorfer Tanzlmusi“. Die hat den Geburtstagskindern etwas voraus: Sie ist 50 Jahre jung.

Nach dem Musikbeginn begrüßte ein Theatersketch die Feiergäste mit einer Frühschoppen-Darstellung im Himmel über den Wolken von Sachrang. Es trafen sich zu ihrem wöchentlichen Stammtisch der Stiftungsgründer Robert Huber (Horst Trappmann) und Peter Huber genannt Müllner Peter von Sachrang (Sebastian Pertl). Sie begeisterten mit Humorigem aus dem Priental und fielen fast aus den Wolken, als sie mit dem Fernglas zur Erde blickend nach den Sachrang-Preisträgerinnen 2019 von „Bauernland & Bauersleut“ schauten.

Vorsitzende Lilo Trappmann stellte die Arbeit des Vereins „Lebendiges Sachrang“ vor. Der kümmert sich unter anderem um Umweltbildung, die „ökologische Schatztruhe“ Geigelstein, um die Vermittlung des Kulturgutes Jodler, um Kultur-Landschaftspflege, um den Landkindergarten St. Michael und den Sachranger Dorfladen sowie um viele weitere Projekte.

Danach gab der stellvertretende Vorsitzende der Sachrang Stiftung, Dieter Höpfner, in einem launigen Vortrag Einblicke in das Wirken der Stiftung, die in der derzeitigen Null-Zins-Situation Mühe hat, das Grundstockvermögen zu erhalten und gleichzeitig den Förderauftrag des Stifters und der Gesetze zu erfüllen. Gefördert wurden unter anderem der Wintersportverein Sachrang, der Kindergarten Sachrang, der Trachtenverein D’Geigelstoaner, der ökumenische Frauenkreis, Lebendiges Sachrang, das Klassenmusizieren der Preysing-Grundschule, das Musik Forum Sachrang, der Freundeskreis Müllner Peter, der Museumsverein Müllner Peter, die Jugendgruppe der Bergwacht Sachrang-Aschau, der Helferkreis der Gemeinde Aschau und die Renovierung der St. Michaelsfigur.

Dann führte ein Theatersketch der Gruppe „Bauernland&Bauersleut in die verschiedenen Aktivitäten dieser engagierten und begeisternden Bäuerinnen und Landfrauen ein.

Kathrin Thaurer berichtete über die Anfänge und Entwicklung und wie die Frauen von „Bauernland & Bauersleut“ ihre Idee leben, wie sie arbeiten mit der Natur und mit den Teilnehmern der Führung „Bergblumen&Bergg’schichten“ zu den schönsten Aussichtspunkten, Blumenwiesen und botanischen Raritäten wandern.

Mit 30000 Gästen
auf die Kampenwand

Seit zehn Jahren bieten die Frauen diese Touren an und zwar täglich den ganzen Sommer – von Pfingsten bis Anfang Oktober – auf der Kampenwand mit bisher fast 30000 Gästen. Alle Frauen der Gruppe erzählten aus ihrer Arbeit. Dies machte so recht deutlich, warum die Frauen mit dem Sachrang-Preis 2019 der Sachrang-Stiftung geehrt und mit 2000 Euro gefördert werden.

Die Vorsitzende der Sachrang Stiftung, Monika Pfaffinger, hielt die Laudatio und überreichte gemeinsam mit Bürgermeister Peter Solnar den Sachrang-Preis 2019. Alle Preisträgerinnen wurden vorgestellt. Es sind dies Kathrin Thaurer, Christine Pfaffinger, Elisabeth Aringer, Christine Danner, Regina Schlemer, Hedy Hoesch, Marianne Hamberger, Rosmarie Burger und Monika Schmid.

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