Bundespolizei schnappt Schleuser

von Redaktion

Rosenheim/Kiefersfelden – Die Rosenheimer Bundespolizei hat am Donnerstag einen türkischen Staatsangehörigen in Traunstein ins Gefängnis gebracht. Dem Mann wird vorgeworfen, drei Landsleute nach Deutschland geschleust zu haben. Alle vier Pkw-Insassen waren in der Grenzkontrollstelle auf der A93 festgenommen worden. Entgegen erster Angaben zu einer Zufallsbekanntschaft gehen die Ermittler von einer organisierten und teuer bezahlten Schleusertour aus. Die Kontrollbeamten der Bundespolizei stoppten den in Italien zugelassenen Wagen auf der Inntalautobahn nahe Kiefersfelden. Der ursprünglich aus der Türkei stammende Fahrer verfügte über eine gültige italienische Aufenthaltsgenehmigung. Seine drei Begleiter konnten sich nicht ausweisen. Sie erklärten zunächst, ihren Landsmann zufällig getroffen zu haben, was auch der Fahrer bestätigte. Es sei eine reine Gefälligkeit gewesen, die drei Männer nach Deutschland mitzunehmen. Bei der Vernehmung in der Inspektion in Rosenheim fiel die Geschichte allerdings in sich zusammen. Den Ermittlungen zufolge sollten die drei türkischen Staatsangehörigen für bis zu 5000 Euro pro Person von der Türkei aus bis nach Hessen geschleust werden. Die Etappe nach Italien hätten sie auf der Ladefläche eines Lasters zubringen müssen. Für den letzten Abschnitt der Reise wäre der Fahrer des Wagens, der dann bei den Grenzkontrollen gestoppt wurde, für sie bereitgestanden. Die Türken im Alter von 43, 41 und 28 Jahren wurde schließlich zurückgewiesen, weil sich bei der Befragung herausgestellte, dass sie kein vorrangiges Interesse an Schutz in Deutschland hatten. Der Fahrer wurde als mutmaßlicher Schleuser festgenommen.

Artikel 1 von 11